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Fälle für den Dermatologen:

Nagelpilz, eingewachsener Nagel, Nagelerkrankungen.

 

Nagelerkrankungen sollten nicht unbehandelt bleiben: Ein erfahrener Dermatologe berät.Gepflegte, manikürte Finger- und Zehennägel sind den meisten Menschen wichtig und viele übernehmen die ‘Wartungsarbeiten’ gern selbst.

 

Ist der Nagel jedoch verletzt, eingewachsen oder von einem Pilz befallen, muss ein Spezialist für Nagelerkrankungen konsultiert werden. Denn jeder geschädigte Nagel ist für gefährliche Infektionen wie eine offene Tür.

 

Was kann ein erfahrener Dermatologe für Sie tun? Lesen Sie hier mehr über die Behandlung der am meisten verbreiteten Nagelerkrankungen.

 

 


 

Nagelpilz: »Ich warte mal ab« ist keine gute Option.

 

Nagelpilz tritt fast immer an den Fußnägeln auf. Zunächst erscheint der Nagel zunehmend glanzlos und stumpf. Breitet sich dann noch eine gelb-bräunliche Verfärbung aus, verdickt sich der Nagel und bröckelt möglicherweise beim Schneiden, ist es höchste Zeit einen Facharzt aufzusuchen.

 

Dr. Sylvia Proske, Fachärztin für Dermatologie, erkennt schnell, ob es sich um eine Onychomykose (Nagelpilz) handelt, oder um eine andere Nagelerkrankung wie z.B. die Nagelpsoriasis (Schuppenflechte) oder den Lichen ruber planus (Juckknötchenflechte).

 

Ein Nagelpilz heilt nicht von allein. Bleibt er unbehandelt, wird die Nagelplatte zerstört und die Infektion kann sich auf andere Nägel ausbreiten.

 

Die Behandlung des Nagelpilzes ist einfach, erfordert aber Geduld: Antimykotikahaltige Cremes, Salben oder Lacke werden auf die zuvor angefeilte Nageloberfläche aufgetragen. Bröckelnde, befallene Stellen müssen regelmäßig entfernt werden.

 

Wichtig ist, dass die Behandlung dieser Nagelerkrankung konsequent durchgeführt wird, bis der befallene Nagel komplett herausgewachsen ist. Das kann bei Fußnägeln bis zu 6 Monate dauern.

 

In schweren Fällen, wenn z.B. mehrere Nägel befallen sind und die Infektion immer wieder auftritt, setzt man Medikamente ein, die das Pilzwachstum hemmen und über mehrere Monate eingenommen werden.

 

Leiden Sie unter einem Nagelpilz? Ein Termin bringt Klarheit und die Therapie kann beginnen ...

 

 


 

Immun gegen Nagelpilz: Gesundheit ist die beste Prävention.

 

Merkwürdig, der eine läuft nie barfuß, trägt stets Badeschlappen im Schwimmbad und fängt sich dennoch Pilzinfektionen. Der andere beachtet hygienische Vorsichtmaßnahmen kaum und bekommt nie einen Pilz. Wieso?


Gesunde Haut und intakte Nägel sind immun gegen eine Infektion durch Pilzsporen. Tritt ein Nagelpilz auf, so liegt meist eine Schwächung des Immunsystems oder eine mechanische, oft mikrofeine Verletzung des Nagels vor.

 

Schlechte Durchblutung, z.B. bei Rauchern, Diabetes, Allergien oder Schuppenflechte sind Erkrankungen, die einen Nagelpilz begünstigen. Sie sollten bei der Nagelpilz-Therapie berücksichtigt werden.

 

 


 

Der eingewachsene Nagel (Unguis incarnatus) und seine Ursachen.


Meist ist der große Zeh der Leidtragende. Zu enge Schuhe oder falsches Nagelschneiden führen dazu, dass der Zehennagel ins Nagelbett einwächst. Auch genetische Faktoren können zu einwachsenden Nägeln führen.

 

Schmerzhafte Schwellungen und Entzündungen im Nagelbett reizen die Haut. Der körpereigene Reparaturmechanismus bildet Granulationsgewebe, so genanntes ‘wildes Fleisch’. Dadurch tritt der Nagel noch tiefer in das Nagelbett ein.

 

 


 

Mögliche Therapien bei einem eingewachsenen Nagel.

 

Durch frühzeitiges Eingreifen im Anfangsstadium ist ein chirurgischer Eingriff vermeidbar. Suchen Sie also möglichst schnell fachärztliche Hilfe, wenn Sie unter einer entzündlichen, schmerzhaften Schwellung am seitlichen Nagelbett leiden.

 

In fortgeschrittenen oder wiederkehrenden Fällen führen kleine chirurgische Eingriffe zu Schmerzlinderung und Heilung. Die Therapie richtet sich nach Ursache und Schweregrad:

 

  • Tapen oder Schienen: Im Anfangsstadium wird der Nagel vom Nagelwall weggezogen und mit einem Wattestück oder einem kleinen Silikonröhrchen unterlegt. Der Nagel bekommt mehr Raum, Schmerzen lassen spontan nach
  • Chirurgische Nagelbettverkleinerung (Emmert-Plastik): Der seitliche Teil des Nagels, des Nagelbettes, die Nagelwurzel und der seitliche Nagelwall werden keilförmig herausgeschnitten (Nagelkeilexzision). So erreicht man eine Verschmälerung des Nagels und des vorderen Zehenanteils
  • Chirurgische Verschmälerung der Nagelwurzel: Im Gegensatz zur Nagelkeilexzision bleibt hier der seitliche Nagelwall erhalten. Die Nageltasche wird aufgeschnitten und nur der seitliche Teil der Nagelwurzel entfernt
  • Phenolkaustik: Bei dieser Methode verödet der Facharzt die Nagelwurzel, die den seitlichen Nagelanteil begründet, mit Phenol. Zuvor entfernt er den seitlichen Nagelstreifen, ohne jedoch den Nagelwall aufzuschneiden

 

Für eine möglichst schonende Behandlung setzt Dr. Sylvia Proske, Dermatologin und zertifizierte Laserexpertin am ETHIANUM, zur Schnittführung und Verödung bei Nageloperationen gern den CO2-Laser ein. Ob diese Option auch für Sie in Frage kommt, sollten Sie bei einem Untersuchungstermin klären.

 

 

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