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Neue Operationsverfahren geben Hoffnung:

An der Klinik in Heidelberg werden Lymphödeme mit Mikrochirurgie behandelt.

 

Mit modernster Mikrochirurgie können Lymphödeme erfolgreich behandelt werden ...Kompressionstherapie, Medikamente, Lymphdrainagen — Marianne L. hat alles versucht, um ihr Lymphödem zu behandeln.

 

Als ihr vor einigen Jahren mit dem Tumor in der Brust auch mehrere Lymphknoten in der Achsel entfernt wurden, hatte ihr Arzt sie darauf vorbereitet, dass ein Lymphödem entstehen könnte.

 

Das geschieht tatsächlich. Doch die konventionellen Therapiemethoden schlagen nicht an.

 

 


 

 

Die Stadien des Lymphödems:


Lymphödeme sind chronisch und fortschreitend. Werden sie nicht behandelt oder schlagen die therapeutischen Maßnahmen nicht an, ist folgender Verlauf zu beobachten.

 

  • Stadium 0, Latenzstadium: Im Lymphsystem ist die Transportkapazität ist bereits vermindert, von außen ist allerdings noch keine körperliche Veränderung sichtbar.
  • Stadium 1, spontan reversibel: Eine teigig weiche Schwellung ist erkennbar. Drückt man für zehn Sekunden in das Gewebe, bleibt eine Delle zurück (Stemmersches Zeichen). Wird das betroffene Körperteil hochgelagert, klingt die Schwellung ab.
  • Stadium 2, spontan irreversibel: Die Haut und das darunter liegende Gewebe sind verhärtet, lassen sich nur noch schwer eindrücken. Die Schwellung geht nicht mehr zurück, wenn das entsprechende Körperteil hochgelagert wird.
  • Stadium 3: Das betroffene Körperteil vergrößert sich stark, nimmt zum Teil einen monströsen Umfang an (Elephantiasis). Die Haut verändert sich, kann verhornen. Dadurch entstehen häufig Komplikationen wie Ekzeme oder Erysipel (eine bakterielle Infektion der Haut und Lymphwege).

Marianne L. befürchtet, dass ihr Arm bis zur Unkenntlichkeit anschwillt, sie ihren Job nicht mehr schafft, den Haushalt nicht mehr erledigen kann. Da hat sie den Krebs besiegt und ist dennoch nicht gesund! Gibt es Hoffnung auf Besserung?

 

Die gibt es: In der Klinik ETHIANUM in Heidelberg kommen bei der Behandlung von Lympödemen neue Operationsverfahren der Mikrochirurgie zur Anwendung.

 

Hier erhalten Sie erste wichtige Informationen zur Entstehung sowie dem Verlauf eines Lymphödems und erfahren, wie die moderne Medizin Betroffenen helfen kann.

 

 


 

Lymphödeme sind ein Stau in den Transportwegen des Körpers.

 

Das Lymphsystem des Körpers gehört zu den wichtisten Teilen des menschlichen Immunsystems. Unsere Lymphgefäße und Lymphknoten, das Knochenmark, die Mandeln und die Milz arbeiten rund um die Uhr daran, dass wir gesund bleiben. So werden z. B. Tumorzellen in den Lymphknoten abgefangen, Bakterien und Fremdkörper entsorgt.

 

Über das Lymphsystem, das sich durch den gesamten Körper zieht, werden auch die Abfallprodukte des Stoffwechsels transportiert. Von den oberflächlichen Lymphgefäßen fließt die so genannte Lymphe  in die tiefen Lymphgefäße und wird von dort in die Venen geleitet.

 

Ist das Lymphsystem gestört, kann die Lymphe nicht mehr abfließen: Sie staut sich. Durch diesen Rückstau, Lymphödem genannt, schwillt das umliegende Gewebe an. Meist sind Arme, Beine oder Genitalien betroffen.

 

 


 

Wie entstehen Lymphödeme? Primäre und sekundäre Faktoren.

 

In einigen Fällen sind angeborene Fehlbildungen des Lymphsystems Auslöser. Die so genannten Primären Lymphödeme äußern sich bereits von Geburt an, manchmal auch erst ab der Pubertät. Es können mehrere Körperteile betroffen sein.

 

Doppelt so häufig sind allerdings die Sekundären Lymphödeme. Sie entstehen, wenn das Lymphsystem durch Tumore, Operationen oder große Verletzungen beschädigt wird und treten einseitig auf — das bedeutet, nur ein Arm oder Bein ist betroffen.

 

Frauen, die sich einer Brustkrebs-Operation oder eine Tumoroperation im Becken (z. B. Gebärmutterkrebs) unterziehen mussten, haben ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Lymphödemen. So wird die Häufigkeit eines Lymphödems für Brustkrebs-Patientinnen mit 6 - 40% angegeben, für Tumoroperationen im Becken mit 1 - 47 %.

Insgesamt geht man davon aus, dass ca. 20% der Brustkrebs-Patientinnen ein Lymphödem in unterschiedlicher Ausprägung haben, das sind ca. 70.000 Frauen allein in Deutschland.

 

 


 

Was hilft gegen Lymphödeme?
Neue Operationsverfahren als Alternative zur konventionellen Therapie.

 

Informationsveranstaltungen.


Achten Sie auf unsere Veranstaltungen:

 

Auch 2012 bieten wir kostenfreie Vorträge zu Themen der Plastisch-Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie an.

 

Veranstaltungstermine 2012

Manche Patienten haben bereits alle konventionellen Therapien ohne Erfolg genutzt. Andere scheuen die aufwändigen Maßnahmen und suchen Alternativen:

 

Modernste Mikrochirurgie ermöglicht Operationen, die Lymphödeme auflösen können. Diese mikrochirurgischen Operationsverfahren werden am ETHIANUM in Heidelberg unter Einsatz hochentwickelter Technik angewendet:

 

 


 

Lymphovenöse Anastomose.

 

Bei diesem Verfahren werden oberflächliche Lymphgefäße direkt an Venen angeschlossen. So können gestörte Lymphabflusswege umgangen werden — die Lymphe kann direkt in das venöse System abfließen. Der operative Zugang erfolgt über nur 3 bis 4 cm kurze,
oberflächliche Schnitte.

 

Für diese Operationsmethode kommt Supermikrochirurgie zum Einsatz: Die Lymphgefäße sind mit unter 0,7mm nämlich noch feiner als Blutgefäße! Ein erfahrener Mikrochirurg und ein leistungsstarkes OP-Mikroskop, spezielle Instrumente und besonders dünnes Nähmaterial sind für diese Operation erforderlich. Die Nadel ist so fein, dass sie mit dem bloßen Auge gerade noch zu erkennen ist.

OP-Zeit: 4 bis 6 Stunden
Stationärer Aufenthalt: ca. 4 bis 6 Tage

 

 


 

Vaskularisierter Lymphknotentransfer


Dieses Operationsverfahren eignet sich besonders für Patientinnen, denen während einer Brustkrebs-Operation auch ein oder mehrere Lymphknoten in der Achselhöhle entfernt wurden:

 

Der Plastische Chirurg entnimmt zunächst mehrere Lymphknoten mit Haut- und Fettgewebe aus der Leistengegend. Anschließend wird das Narbengewebe im Bereich der Achsel entfernt, der Lymphknoten im Achselbereich mikrovaskulär angeschlossen. Das bedeutet: Unter dem OP-Mikroskop wird das transplantierte Gewebe mit Blutgefäßen verbunden. So ist die Durchblutung der Haut, des Fettgewebes und des Lymphknotens gesichert, neue Lymphgefäße können sich während des Heilungsprozesses ausbilden.


OP-Dauer: 4 bis 6 Stunden
Stationärer Aufenthalt:
ca. 7 bis 10 Tage

 

 


 

Die vorgestellten Operationsverfahren können bei Lymphödemen ab dem ersten Stadium eingesetzt werden.

 

Weitere Informationen zu dieser operativen Therapie, den damit verbundenen Risiken und dem möglichen Erfolg erfahren Sie in Ihrem ausführlichen Erstgespräch mit Ihrem Plastisch-Rekonstruktiven Chirurgen.

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