Die Wunde heilt nicht?
Bei Wundheilungsstörungen hilft die Plastische Chirurgie.
‘Zeit heilt alle Wunden’, an diese Lebensweisheit glauben Sie nicht mehr: Ihre Wunde heilt einfach nicht. Stattdessen haben Sie Schmerzen, die Infektion ist nicht zu besiegen, die Wunde nässt oder eitert gar. Sie sind verzweifelt.
Vorerkrankungen oder Infektionen können eine normale Wundheilung verhindern.
Informieren Sie sich hier, wie die Plastisch-Rekonstruktive Chirurgie mit Haut- oder Gewebeverpflanzungen dafür sorgen kann, dass sich auch Ihre Wunde endlich schließt.
Weshalb verheilt die Wunde nicht?
Die Medizin unterscheidet zwischen septischen und aseptischen Wundheilungsstörungen.
Aseptische Störungen werden nicht durch Keime verursacht, jedoch kann eine Minderdurchblutung der Haut zum Absterben des Wundrandes führen. Gelegentlich kommt es auch vor, dass Wunden nach einer Operation wieder aufgehen, z.B. wenn zuviel Spannung auf der Naht liegt.
Jede offene Wunde ist eine Einladung für Keime und Bakterien, sich dort niederzulassen.
Wenn Keime in der Wunde eine Abheilung verhindern, spricht man von einer septischen Wundheilungsstörung: Klassische Eiter- oder Fäulniserreger befallen die offene Verletzung.
Kommt jetzt noch eine Vorerkrankung hinzu, die eine optimale Durchblutung des Wundbereiches hemmt, haben Keime leichtes Spiel. Solche Vorerkrankungen sind Diabetes, Venenerkrankungen oder Gefäßerkrankungen, die z.B. durch Nikotingenuss entstehen (Raucherbein). Doch wie läßt sich das erfolgreich behandeln?
Eine Vakuumtherapie hält die Wunde sauber.
Die optimale Vorbereitung einer Wunde ist die Basis für den Erfolg. Um größtmögliche Keimfreiheit zu erreichen, kommt deshalb oft eine Vakuumtherapie zur Anwendung.
Die Wunde wird operativ gereinigt und mit einem Schwamm verschlossen. Eine Folie dichtet das Wundgebiet ab. Mit einer Pumpe wird unter Folie ein Vakuum erzeugt und kontinuierlich das Wundsekret abgesaugt. Nach fünf Tagen muss die Wunde kontrolliert werden. Sind die Keime jetzt besiegt, erfolgt die verschließende Operation.
Für Sie im Einsatz: Plastisch-Rekonstruktive Chirurgie und Mikrochirurgie.
Welches Verfahren zum endgültigen Verschließen der Wunde für Sie am besten geeignet ist, werden die erfahrenen Fachärzte für Plastisch-Rekonstruktive Chirurgie mit Ihnen persönlich besprechen. Das Vorgehen wird individuell auf Sie, Ihre Lebensumstände und die Anforderungen in Beruf und Freizeit abgestimmt.
Folgende Möglichkeiten kommen bei Wundheilungsstörungen in Frage:
- Hauttransplantation: Körpereigene Haut wird speziell aufbereitet und auf die Wunde verpflanzt
- Hautlappenplastik: Mit der Haut wird auch das darunterliegende, durchblutete Gewebe verschoben oder aus anderen Körperregionen verpflanzt, um die Wunde zu verschließen. Blutgefäße werden teilweise mikrochirurgisch neu angeschlossen, um eine optimale Durchblutung zu erreichen
Leider gibt es bis heute noch kein Verfahren zur Wundheilung, das ganz ohne Narben funktioniert. Deshalb läßt es sich kaum vermeiden, dass bei Haut- oder Gewebeverpflanzungen neue Narben entstehen.
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