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Dr. Köllensperger erhält Fritz-Linder-Preis

Deutsche Gesellschaft der Chirurgen zeichnet ETHIANUM-Ärztin aus

Urkunde zum Fritz-Linder-PreisImmer häufiger werden in Kliniken vor allem außerhalb Deutschlands Fetttransplantationen durchgeführt, bei denen der Stammzellanteil des Fetttransplantats künstlich erhöht wurde (CAL = cell-assisted Lipotransfer).

Welche Folgen dieses Vorgehen insbesondere beim Brustaufbau nach Mammakarzinom hat, untersuchte die Wissenschaftlerin Dr. Eva Köllensperger mit der Forschungsgruppe um Prof. Dr. Germann: »Ich finde es wichtig, eine vielversprechende, neue Technologie so kritisch wie gründlich zu untersuchen und sich nicht blind von ihrem Potential im Guten mitreißen zu lassen.«

Für den Vortrag zu dieser Arbeit wurde die Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie nun auf dem 132. Deutschen Chirurgenkongress in München ausgezeichnet.

Aus über 600 eingereichten Vorträgen aller chirurgischen Fachgesellschaften wurden die sechs Arbeiten mit der höchsten wissenschaftlichen Bewertung ausgewählt und im Rahmen des chirurgischen Forums vorgestellt. Ein interdisziplinäres Komitee erfahrener Professoren entschied sich für die Arbeit von Dr. Eva Köllensperger und Co-Autoren. Die Siegerin erhielt den Preis, verbunden mit einer Urkunde und einer Prämie.


Angesichts der illustren Mitbewerber freut die Auszeichnung besonders, doch das Thema des Vortrags hatte es wirklich in sich:

‘Der Einfluss humaner Stammzellen aus Fettgewebe auf die malignen Eigenschaften verschiedener Mammakarzinomzelllinien – Konsequenzen für den zell-assistierten Lipotransfer’

Das Ergebnis der Arbeiten in vitro zeigt eindrücklich, dass Stammzellen und Tumorzellen miteinander agieren. Leider nicht im positiven Sinne:

Bei der CAL-Methode löst man in der Regel die Stammzellen enzymatisch aus ihrer Nische heraus (dem Ort im Gewebe, an dem sie sich üblicherweise aufhalten und von dem maßgeblich ihre Funktion und ihr Verhalten reguliert werden), mischt sie mit einem weiteren Teil regulären Fetts und transferiert sie wieder in die Patientin.

Stammzellen, die sich nicht mehr in ihrer Nische befinden, sind jedoch schlechter kontrolliert und deutlich ‘anfälliger’ für neue Reize, wie z. B. Chemokine, die von eventuell verbliebenen Tumorzellen ausgesendet werden und u. a. die Stammzellen in Richtung Tumor locken können.

Die wissenschaftliche Arbeit zeigt, dass viele Eigenschaften und Parameter, die klinisch mit der Bösartigkeit und Metastasierung von Brustkrebs assoziiert sind, durch die enge Nähe von Tumorzellen zu Stammzellen eindeutig und statistisch signifikant erhöht werden.

Man muss also davon ausgehen, dass dies in vivo ein stärkeres und aggressiveres Tumorwachstum und eine frühere Metastasierung bedeuten könnte.

Dr. med. Eva Köllensperger, Ärztin und WissenschaftlerinDr. Köllensperger: »Ein Grund mehr, sich gerade mit innovativen Ansätzen (Stammzellen) nur von einem Spezialisten behandeln zu lassen, der beide Seiten der Medaille kennt, beachtet und entsprechend aufklärt. Leider gibt es nur sehr, sehr wenige Arbeitsgruppen weltweit, die sich mit dieser Thematik beschäftigen.«

Hinweis: Am ETHIANUM werden ausschließlich reguläre Lipotransfers durchgeführt, ohne erhöhten Stammzellanteil.

 


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