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Schulterarthrose: Therapie mit drei Prinzipien

So behandelt der Experte eine Arthrose in der Schulter

Schulterarthrose: Therapie mit drei PrinzipienDie Arthrose ist das Schreckgespenst des mobilen Menschen. In der Schulter tritt diese Verschleißerscheinung seltener auf als im Knie oder in der Hüfte, doch grundsätzlich können alle Gelenke arthritisch (arthrotisch) werden – lesen Sie dazu auch die Informationen zur Hüftarthrose

Die spürbaren Symptome bei einer Schulterarthrose sind dieselben: Schmerzen, Entzündungen, zunehmende Bewegungseinschränkung bis hin zur Gelenkeinsteifung.

Sehen wir genauer hin, um zu verstehen, wie der Schulterexperte Dr. Lehmann helfen kann.


Eine Arthrose entsteht aus einem oder mehreren dieser Gründe:

  • Degenerative Veränderungen durch Überbelastung bestimmter Gelenke in Beruf und/oder Sport (wiederholte Mikrotraumen)
  • Verletzung durch Unfall (z. B. Fraktur und/mit Fehlstellung des Oberarmkopfes)
  • Große, chronische Risse der Rotatorenmanschette mit Beteiligung von mind. zwei Sehnen (‘Cuff Arthropathie’)
  • Angeborene Fehlform (Dysplasie), Durchblutungsstörungen (Nekrose), bakterielle Entzündung

Was passiert bei einer Arthrose im Schultergelenk?

Arthrose in der SchulterAuch im Schultergelenk haben Knorpelflächen die Aufgabe, einerseits die knöchernen Gelenkanteile zu schützen, andererseits vor allem aber das Gleit- und Bewegungsverhalten der Gelenkflächen zu optimieren. Je mehr diese Beläge abgenutzt oder beschädigt werden, desto stärker gerät das Gelenk an den betroffenen Stellen unter Druck:

Der unbehandelte Knorpelschaden führt durch konstanten Mikroabrieb nicht nur zu entzündungsbedingten Schmerzen (chronische Synovitis) und Schwellungen/Ergüssen, sondern auch zu Knochenveränderungen: als natürliche Abstützungsreaktion baut sich Knochen an, die Beweglichkeit nimmt dadurch immer mehr ab.

Im Spätstadium einer Arthrose ist der Knorpelabrieb weitestgehend fortgeschritten, Bewegungen tun weh, das Gelenk schmerzt jedoch auch im Ruhezustand und in der Nacht.

Im Endstadium ist der natürliche Gelenkspalt nicht mehr vorhanden, das Gelenk ist nun zwar schmerzfrei, jedoch nahezu eingesteift und nur noch zu Wackelbewegungen fähig. In letzter Konsequenz wird der Einsatz einer Gelenkprothese notwendig werden, um den Betroffenen wieder Lebensqualität zu geben.


Wie behandelt der Schulterexperte die Arthrose?

Die Behandlung ist abhängig vom Stadium der Schulterarthrose. Da die Erkrankung in Schüben verläuft, liegen zwischen Früh- und Spätstadium meist viele Jahre. In inaktiven Phasen ist das Gelenk nicht geschwollen und verursacht kaum Schmerzen, wenn auch die Belastbarkeit herabgesetzt ist.

Überbeanspruchung oder zusätzliche Verletzungen können jedoch schnell zum Fortschreiten der Erkrankung und zu Entzündungen führen. Nach eingehender Anamnese und Voruntersuchung zeigt das Röntgenbild, ob der Gelenkspalt verringert ist und ob bereits Knochenveränderungen vorhanden sind. Ein 3-Tesla MRT präzisiert die Diagnose und offenbart in der Regel auch den Zustand der Knorpelflächen. Kann der Schulterexperte den Abrieb der Gelenkknorpelbeläge früh diagnostizieren und behandeln, lässt sich der Einsatz einer Gelenkprothese deutlich verzögern oder sogar vermeiden. 


Arthroskopie nach drei Prinzipien

In frühen Stadien der Schulterarthrose kann die Arthroskopie für den Patienten ein Segen sein.

Während der Narkose (mehr zur Anästhesie im ETHIANUM Heidelberg hier ) wird durch kleine Inzisionen der Zugang in das Schultergelenk für Mini-Videokamera und Arthroskop sowie für die Arbeitsinstrumente ermöglicht.

Die Behandlung einer Arthrose in der Schulter folgt nun drei Prinzipien:

1. Entfernung der Entzündungsherde

Entzündungen sind Gift fürs Gelenk und äußerst schmerzhaft. Deshalb wird zunächst alles aus dem Gelenk entfernt bzw. repariert, was den Entzündungsprozess unterhält. Dazu zählen Handlungen wie

  • das Entfernen freier Gelenkkörper, die irritieren und blockieren können
  • das Glätten und Stabilisieren instabiler Knorpelränder
  • die Behandlung einer immer reaktiv schmerzhaften Bicepssehnenveränderung
  • die Rekonstruktion bei Schäden der Rotatorenmanschette
  • die Rekonstruktion des Labrums, das nicht nur für die Stabilität, sondern quasi als Abdichtungsring auch für die Ernährung des Knorpels zuständig ist

2. Förderung der Neubildung von Gewebe durch das ACRA-Verfahren (articular cartilage regrowth arthroplasty)

Mit dieser Methode wird der Körper zu einer seiner Glanzleistungen stimuliert – der Bildung von Ersatzgewebe, in diesem Fall Ersatzknorpel im Schultergelenk.

Wo die Knorpelschicht beschädigt bzw. abgerieben ist, trägt der Facharzt mit Spezialinstrumenten die tote oberflächliche Schicht des Knochens ab. Dadurch wird die Blutversorgung des Knochens wieder freigelegt. Dies ist die Basis, damit Faserknorpel wachsen kann. Dieser Faserknorpel kann unter mechanischen und biologischen Aspekten zwar niemals die Qualität des hyalinen Originalknorpels erreichen, übernimmt dessen Funktion aber ausreichend.

3. Autologe Knorpelzelltransplantation (ACT)

Unfallbedingte bzw. noch relativ frische Knorpelschäden können je nach Flächenausmaß bis zum 40. Lebensjahr auch durch eine sog. autologe Knorpelzelltransplantation (ACT) behandelt werden.

In dieser speziellen Situation werden gesunde Knorpelzellen entnommen, anschließend kultiviert und über einen Zeitraum von ca. sechs Wochen gezüchtet bzw. vermehrt. In einem zweiten Eingriff werden die gezüchteten Zellen dann in den Defekt eingebracht, wo sie einen originären (hyalinen) Knorpel bilden können. Ist zwischenzeitlich aufgrund einer Chronifizierung und nicht rechtzeitigen Diagnosestellung allerdings eine Arthrose eingetreten, kann dieses Verfahren (ACT) nicht mehr funktionieren, da die Knorpelzellen in einer entzündlichen Umgebung nicht überlebensfähig sind.

Nach dem Eingriff, der im Rahmen eines kurzstationären Aufenthalts durchgeführt wird, beginnt die nachfolgende Behandlung: Hier kommen neben der Physiotherapie auch Hyaluronsäure-Injektionen zur Anwendung und Nahrungsergänzungsmittel, die den Knorpelaufbau fördern bzw. knorpelschützend wirken (Chondroprotektiva).

 


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