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Alopezie: Ursachen und Therapien

Hormoneller, kreisrunder oder diffuser Haarausfall – was tun?

Haarausfall: Ursachen und TherapiemöglichkeitenAnfangs finden sich ein paar Haare mehr in der Bürste, dann liegt plötzlich ein ganzes Haarbüschel auf dem Kissen. Schließlich ist das Desaster unübersehbar: Das Haar lichtet sich, die Kopfhaut schimmert durch oder es bilden sich kahle Stellen. Was tun?

Das Haupthaar des Menschen wächst, ruht und fällt aus. Auf unserem Kopf herrscht ein Biorhythmus, den wir im Normalfall kaum bemerken. Erst wenn über hundert Haare am Tag ausfallen, spricht man von krankhaftem Haarausfall: Alopezie ist der Stoff, aus dem Alpträume entstehen. Deshalb ein Blick auf die unterschiedlichen Ursachen und Therapiemöglichkeiten von Haarausfall.


Haarausfall: verschiedene Symptome – unterschiedliche Ursachen

Für Haarausfall gibt es vielfältige Ursachen. Die Richtige herauszufinden, ist bereits der erste Schritt in eine erfolgreiche Therapie. Verzichten Sie lieber auf teure Mittelchen, die viel versprechen und wenig halten.

Es gibt jedoch durchaus erfolgversprechende Therapieansätze. Dr. Sylvia Proske, erfahrene Fachärztin für Dermatologie in Heidelberg, kennt die Möglichkeiten und berät Sie gern ausführlich.


Hormonell-erblicher Haarausfall (Alopezia androgenetica)

Häufiger als Frauen sind Männer von hormonell-erblich bedingtem Haarausfall betroffen. Sie bekommen Geheimratsecken oder der Hinterkopf lichtet sich. Hartnäckig hält sich die These, ein Mann mit Glatze produziere viel Testosteron und sei deshalb sexuell besonders aktiv. So wirken Männer mit Glatze oft besonders attraktiv auf Frauen.

Tatsache ist: Die Haarwurzel der Betroffenen ist lediglich besonders empfindlich gegenüber dem Hormon Testosteron. Übermäßige Hormonproduktion liegt bei dieser Form des Haarverlustes nicht vor.

Die Therapie der hormonell-erblichen Alopezie beginnt mit körperlich wenig belastenden Haartinkturen, die auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Nach drei bis sechs Monaten sollten sich erste Erfolge zeigen.

Schlagen die Haartinkturen nicht an, werden Tabletten eingesetzt. Die verschreibungspflichtigen Hormonpräparate können den aktuellen Zustand erhalten. Dünne Haare werden in Einzelfällen sogar kräftiger. Es ist also sinnvoll, schon früh eine Behandlung zu beginnen. Nach dem Absetzen der Präparate schreitet der Haarausfall jedoch weiter fort.

Wer dauerhaft wieder volles Haar haben möchte, sollte über eine Eigenhaarverpflanzung nachdenken, die am ETHIANUM zur Zeit jedoch nicht angeboten wird.


Kreisrunder Haarausfall (Alopezia areata)

»Du hast da hinten eine kahle Stelle.« Oft bemerkt man den kreisrunden Haarausfall erst durch einen Hinweis. Dann ist die Erkenntnis erschreckend, dass die Haare in einem oder gar mehreren kreisrunden Arealen ausfallen.

Als Ursachen für diese ‘Alopezia areata’ vermutet man eine Störung des Immunsystems, das sich gegen die eigenen Haarwurzeln richtet. Bei den meisten Betroffenen wachsen die Haare innerhalb eines Jahres wieder. Seltener stellt sich das Haarwachstum auch nach längerer Zeit nicht mehr ein.

Mit Haartinkturen versucht man, das Immunsystem zu unterdrücken. Gleichzeitig reizen durchblutungsfördernde Tinkturen die Kopfhaut. Die Präparate werden unter Einsatz der Mesotherapie in die Kopfhaut eingebracht und erreichen so die tieferen Hautschichten.


Diffuser Haarausfall (Alopezia diffusa)

Bei der ‘Alopezia diffusa’ dünnt das Haar insgesamt aus, der Verlust ist nicht auf spezielle Areale beschränkt. Für diese Form des Haarausfalls gibt es diverse Ursachen, die jeweils einen Ansatz für die Therapie beinhalten:

  • Stress: Ruhe und Entspannung sind hier die beste Therapie
  • Mangelerscheinungen durch falsche Ernährung oder Fastenkuren: Eine Blutanalyse geht dem Ausgleich des Mangels durch Vitamin- und Eisenpräparate voraus. Auf Dauer lassen sich Mangelerscheinungen durch gesunde Mischkost vermeiden
  • Hormonumstellungen nach Geburt, Absetzen der Pille oder in den Wechseljahren: Hormonelle Schwankungen brauchen Zeit und Geduld, um zur Ruhe zu kommen. In den Wechseljahren kompensiert eine Haartinktur den Östrogenabfall
  • Infektionen: Grippe, Scharlach, Gürtelrose, Impetigo contagiosa, Wundrose (Erysipel), Syphilis sind Erkrankungen, die vorübergehend Haarausfall auslösen können
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen: Hier müssen die Grunderkrankungen internistisch behandelt werden
  • Nebenwirkung von Medikamenten: Meist wächst das Haar wieder, wenn das Medikament abgesetzt wird
  • Erkrankungen der Kopfhaut: Pilze, Schuppenflechte, Sklerodermie, Lupus erythematodes können, wenn sie auf die Kopfhaut übergreifen, Haarausfall verursachen
  • Zwangsneurosen: Neurotisches Ziehen, Kauen oder Schneiden von Haaren sind mechanische Ursachendes Haarausfalls – eine Psychotherapie könnte hilfreich sein

Neben all diesen Ursachen kann es sich bei diffusem Haarausfall auch um eine natürliche Alterserscheinung handeln.


Haarstrukturschäden

Obwohl das Haupthaar des Menschen etwa 0,12 mm dick ist und bis zu 2 Newton Zug aushält, kann es durch ständige mechanische Belastungen abbrechen.

Straff gebundene Zöpfe, intensives Kämmen, Bürsten, Toupieren, Föhnen oder häufiges Färben oder Bleichen führen schnell zu auffälliger Haarlichtung. Zum Glück bleibt in diesen Fällen die Haarwurzel meist unbeschädigt, das Haar bricht über der Kopfhaut ab. Durch Abstellen der Ursachen lässt sich hier sehr leicht Verbesserung erzielen.


Diverse Ursachen des Haarausfalls

Neben den genannten, gibt es seltenere, angeborene Ursachen für Haarausfall:

Atrichie – angeborene Haarlosigkeit: Im Kleinkindalter wird ein vermeintlicher Haarausfall festgestellt. Tatsächlich sind jedoch genetisch keine Haare angelegt oder die Haare verbleiben im Stadium des Flaumhaares.

Loses Anagenhaar: Durch einen genetischen Defekt sind die Haare fein, brüchig und lose. Beim Kämmen fallen sie leicht aus.


Haarsprechstunde am ETHIANUM

Dr. Sylvia Proske nimmt Ihren Kopf unter die Lupe. Mit modernen digitalen Geräten wird das Haar in seinen unterschiedlichen Zyklusphasen exakt erfasst. Haardichte und Durchmesser des einzelnen Haares werden vermessen. Im Verlauf der Therapie werden diese Parameter kontrolliert und damit Erfolge dokumentiert.

Auch die Kopfhaut wird genau untersucht und in einer umfassenden Anamnese werden andere Erkrankungen oder die Einnahme verdächtiger Medikamenten abgefragt. Erst wenn die richtige Ursache ermittelt wird, kann eine erfolgreiche, individuelle Therapie beginnen.

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