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Leidensweg einer Hüfte

Hüftarthrose – wenn nichts mehr läuft wie geschmiert

Schmerzen durch Abnutzung: HüftarthroseGroßvater wanderte nach dem Krieg von Russland zurück in die Heimat. Schlechte Ernährung und die starke Beanspruchung führten bei ihm zu einer schmerzhaften Hüftarthrose (med.: ‘Coxarthrose’), die schließlich eine Gelenkprothese erforderlich machte – und nur zehn Jahre später sogar eine zweite für dasselbe Gelenk.

Heute kann eine solche Krankheitsgeschichte anders verlaufen. Die Entwicklung einer Hüftarthrose wird nach aktuellem Kenntnisstand bei weitem am häufigsten durch das sog. Hüftdysplasie-Impingement verursacht. Einen gravierenden Risikofaktor für die Entwicklung von Arthrosen stellt wissenschaftlich gesichert zudem das Übergewicht dar. Auch das Hüft-Impingement kann die Erkrankung verursachen, wird als Ursache jedoch häufig übersehen. 


Entwicklung der Coxarthrose

Die Früherkennung einer Hüftarthrose im ersten Stadium ist nicht so einfach, denn Knorpelschäden allein verursachen noch keine Schmerzen: Knorpel enthält keine Nerven und keine Blutgefäße, man spürt also nicht unbedingt, dass sich eine Arthrose entwickelt.

Dennoch beginnt durch den Abrieb des Knorpels, der unsere Hüften mit Hilfe der Gelenkflüssigkeit ‘schön rund ’ laufen lässt, oft ein langer Leidensweg. Schmerzen, Steifigkeit im Gelenk und Anlaufschwierigkeiten steigern sich bei fortschreitender Hüftarthrose zu starken Beschwerden auch im Ruhezustand, entzündlichen Schüben und immer unangenehmeren Bewegungseinschränkungen. Was da physisch passiert, ist im Internet tausendfach erklärt:

Knorpelflächen sind nicht mehr glatt, sondern zerfasert, rau und schuppig, Abriebpartikel können freigesetzt werden. Entzündungen bilden sich (Stadium 2). Mit dem fortdauernden Verlust des Knorpels schreitet die Deformation knöcherner Strukturen voran (Stadium 3). Und letztlich ist eine Hüftprothese dann die letzte Lösung gegen Schmerz und Immobilität. 


Hier lesen Sie, was bei einer Hüftarthrose zu tun ist

Eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten und mehr Bewegung (z. B. durch Radfahren – bei Übergewicht und zunehmendem Alter ist das e-bike ideal –, aber auch dosiertes und entlastendes Training der die Hüfte umgebenden Muskelgruppen) kann den Verlauf einer Arthrose deutlich mindern und verlangsamen. Doch überlassen Sie bitte nichts dem Zufall:

Suchen Sie möglichst bald einen erfahrenen Experten für Hüfterkrankungen auf und lassen Sie eine sichere Diagnose erstellen.

Der 3-Tesla Magnetresonanztomograph direkt im ETHIANUM Heidelberg ermöglicht es, schnell brillante Bilder von außerordentlicher Schärfe und Qualität anzufertigen. Vor allem der Knorpel wird in einem 3,0 Tesla-Gerät hochauflösend dargestellt.

Sollten konservative Behandlungsmethoden (z. B. entzündungshemmende Injektionen, Physiotherapie, Bewegungskonzepte) keinen deutlichen Erfolg bringen, wird Ihr Arzt Ihnen eine Arthroskopie empfehlen:

Die Arthroskopie: hilfreich und schmerzarmDie Hüftarthroskopie (Gelenkspiegelung) hat den Vorteil, dass unter minimierten Operationsrisiken die erkrankten und geschädigten Strukturen im Gelenk korrigierend bearbeitet und rekonstruiert werden können.

So werden durch den arthroskopischen Eingriff die Voraussetzungen für die sich anschließende (und notwendige) konservative Behandlung (Physiotherapie, Hyaluronsäure-Injektionen, Nahrungsergänzungsmittel, selbstständige Bewegungstherapie) erst geschaffen. Wer zögert, sich in Behandlung zu begeben, sollte bedenken: 

Je weiter der Arthroseprozess fortgeschritten ist, desto schlechter stehen die Chancen, arthroskopisch noch etwas ausrichten zu können.


Wie der Hüftexperte Ihnen bei einer Arthrose helfen kann

/ Gelenk-Débridement

Der erfahrene Facharzt kann mit Hilfe der Schlüssellochtechnik Knorpelschäden glätten und knöcherne Anbauten abtragen oder die durch Entzündungen veränderte Gelenkkapsel entfernen.

Bei einer anschließenden Gelenkspülung (Ringer-Lösung) wird der ‘Sand im Getriebe’ entfernt, also die winzigen, frei beweglichen Knorpel- und Knochenpartikel, die die Reibung im Gelenk verursachen.

/ Abrasionsarthroplastik

Dieses Vorgehen empfiehlt sich bei kleineren Defekten, denn hier wird Ihr Arzt den Knorpel bis zu blutführenden Knochenschicht entfernen.

Der Vorteil: an dieser Stelle bildet sich ein Blutkuchen, der Stammzellen enthält, die zur Bildung neuen Ersatzknorpels (sog. Faserknorpel) führen und den Defekt auffüllen können.

/ Microfracture

Wird bei größeren Defekten angewendet, um ebenfalls die Neubildung von Faserknorpel zu forcieren.

Dabei bohrt der Arthroskopeur sehr gezielt Löcher in den Knorpel, durch die ebenfalls Stammzellen eingeschwemmt werden und die Defektgröße durch Bildung von Ersatzknorpel verringern.

/ ACT (autologe Knorpelzelltransplantation)

Bei einem traumatischen Knorpelschaden kann (idealerweise bis zu einem Alter von 40 Jahren) der sog. hyaline Gelenkknorpel ersetzt werden.

Dazu wird durch eine Biopsie Knorpel aus einem unbelasteten Bereich entnommen. Die Knorpelzellen werden über einen Zeitraum von rd. sechs Wochen kultiviert und gezüchtet. Anschließend werden die Zellen arthroskopisch in den Defektbereich eingebracht. 


Zu spät zur Rettung – was nun?

Prof. Dr. Gruber und Dr. LehmannIst der Gelenknorpel massiv beschädigt und ist die Arthrose bereits fortgeschritten, muss entschieden werden, ob und wann eine Hüftprothese einzusetzen ist. Der Zeitpunkt ist in erster Linie nicht vom Röntgenbild abhängig, sondern von dem Maß, in dem Ihre Lebensqualität durch die Arthrose eingeschränkt ist.

Hier arbeiten zwei Experten für Orthopädische Chirurgie in Heidelberg eng zusammen: Hüftarthroskopeur Dr. med. Michael Lehmann und der Spezialist für Hüftrekonstruktion, Prof. Dr. med. Gerd Gruber, beraten gemeinsam, wie im Fall einer fortgeschrittenen Arthrose vorzugehen ist. Möglichweise operieren beide sogar gemeinsam.


Wie schlimm ist eine Hüftgelenkprothese wirklich?

/ Hüftgelenk-Endoprothese

Was sollten Sie über den Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks wissen? Finden Sie hier Informationen zu Endoprothesen, wie sie implantiert werden, was im Vorfeld einer OP geschieht und worauf Prof. Dr. Gruber, Ihr Spezialist für Hüftrekonstruktion achten wird ...

Wie schlimm ist eine Hüftgelenkprothese wirklich?


Schulterspezialist und Hüftexperte Dr. med. Michael Lehmann

/ Dr. med. Michael Lehmann

Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin. Als Hüftexperte Ihr Ansprechpartner zur Diagnostik und Arthroskopie (Schlüssellochtechnik) von Hüftgelenkerkrankungen, aber auch bei unklaren Schulterschmerzen. Für einen Termin rufen Sie einfach an: 06221 8723-339.

Erfahren Sie mehr über den Hüftexperten


Spezialist für Hüftrekonstruktion, Prof. Dr. med. Gerd Gruber, Heidelberg

/ Prof. Dr. med. Gerd Gruber

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Der Spezialist für Knie- und Hüftendoprothetik zählt europaweit zu den Experten für die Ultraschalldiagnostik des Säugling-Hüftgelenks und die Sonographie der Bewegungsorgane. Zur Terminvereinbarung wählen Sie 06221 8723-160.

Mehr über den Spezialisten für Hüftrekonstruktion


Mobilisierende Übungen in der Physiotherapie-Praxis des ETHIANUM Heidelberg

/ Physiotherapie-Praxis

Sie müssen kein Klient im ETHIANUM Heidelberg sein, um das Angebot an physiotherapeutischen Behandlungen bei Arthrose oder nach einem Eingriff (z. B. Arthroskopie der Hüfte oder Gelenkersatz-OP), in Anspruch nehmen zu können. Termine erhalten Sie hier: 06221 8723-473.

Das physiotherapeutische Angebot


 

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