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Wenn das Knie einfach wegknickt

Knie-Instabilität: Ursachen, Diagnostik und Behandlung

Knie-Experte Dr. Franz: Diagnostik bei Knie-InstabilitätSo etwas können Sie ja überhaupt nicht gebrauchen: Ihr Knie knickt beim Treppensteigen einfach weg. Das ist nicht nur schmerzhaft, es kann in Situationen wie beim Bergsteigen auch richtig gefährlich werden.

Die Ursachen für eine Knie-Instabilität sind vielfältig, und entsprechend viele Möglichkeiten der Behandlung hat Knie-Experte Dr. Wolfgang Franz am ETHIANUM Heidelberg. Deshalb ist eine umfassende und genaue Diagnostik bei instabilen Knien essentiell, um die richtigen therapeutischen Schritte einleiten zu können.


Kreuzbänder, Seitenbänder und Menisken sorgen für Stabilität

Das gesunde KnieIm Kniegelenk ermöglichen kunstvolle anatomische Gegebenheiten, dass wir z. B. beim Tanzen oder Schlittschuhlaufen komplizierte Bewegungen machen können und sowohl die Stabilität als auch ein hohes Maß an Mobilität gewährleistet sind.

Im Zentrum des Knies liegen zwei sich überkreuzende Bänder: das vordere und das hintere Kreuzband. Diese beiden Bänder haben für die Stabilität des Gelenks eine herausragende Bedeutung. Damit das Knie in der Spur bleibt und exakt geführt wird, sind ferner das innere und das äußere Seitenband sehr wichtig. Sowohl die Kreuzbänder als auch die Seitenbänder verbinden den Oberschenkelknochen mit dem Schienbein.

Weitere wichtige Bestandteile des Knies, die für Stabilität sorgen, sind die beiden Menisken. Zwischen Ober- und Unterschenkelknochen befindet sich jeweils innen und außen ein Meniskus. Dieser besteht aus festerem Faserknorpel und hat etwa die Form eines »C«. Die Menisken übertragen die Last vom Ober- auf den Unterschenkel und sie stabilisieren das Knie während der Beugung, Streckung und bei Kreisbewegungen. Das gesamte Kniegelenk ist von einer Gelenkkapsel umgeben.

Durch Verschleiß, hier vor allem bei den Menisken oder auch durch akute Verletzungen – vor allem der Kreuzbänder und der Seitenbänder, seltener bei den Menisken – kann dieser Kapselbandapparat so geschädigt werden, dass das Knie instabil wird.


Mediziner unterscheiden drei Formen der Knie-Instabilität

1. Die einfache Knie-Instabilität liegt vor, wenn nur eines der oben genannten Elemente des Knies verletzt oder geschädigt ist, wenn also etwa lediglich ein Außenband gerissen ist.

2. Patienten mit einer komplexen Knie-Instabilität haben sich mehrere Bänder gleichzeitig gerissen und darüber hinaus zum Beispiel noch die Kapsel beschädigt.

3. Eine chronische Knie-Instabilität erstreckt sich über viele Jahre. Hier ist es nicht mehr möglich, gerissene Seitenbänder zu nähen.

Knie-Spezialist Dr. Wolfgang Franz kennt die zahllosen Schilderungen aus seiner Praxis: »Instabile Knie verursachen diffuse Schmerzen. Außerdem berichten die Patienten häufig davon, dass ihr betroffenes Knie beim Laufen oder Treppensteigen urplötzlich wegknickt. In der Medizin sprechen wir hier vom ‘Giving-way-Phänomen’. Es gibt erste wichtige Hinweise auf die weiteren Diagnoseschritte.«


Diagnostik bei Knie-Instabilität

Seitenband angerissenUm genau herauszufinden, welches Problem den Patienten ins ETHIANUM Heidelberg geführt hat, geht Dr. Franz diagnostisch in mehreren Schritten vor: Zuhören, zusehen, anfassen, bildgebende Verfahren.

Häufig geben die Erfahrungen, die Sie in der Knie-Sprechstunde schildern, bereits wichtige Hinweise auf die Ursachen der Beschwerden: Haben sich die Schmerzen peu à peu eingeschlichen oder gab es diesen einen Moment beim Tennisspielen, bei dem es Ihnen quasi ‘ins Knie hineingefahren ist’? Wie äußern sich die Beschwerden jetzt, wann tauchen sie auf?

Das genaue Hinsehen gibt dem Knie-Spezialisten weitere wichtige Hinweise. So führen gerissene Innenbänder zu X-Beinen, gerissene Außenbänder lassen den Patienten mit O-Beinen vor dem Mediziner stehen.

Beim Abtasten erkennt der Mediziner schmerzhafte Stellen und ihre Umrisse, er kann manchmal abgelöste Knorpelteile lokalisieren und eine innere Anschwellung (Erguss) aufspüren. Im nächsten Schritt wird die Beweglichkeit des Knies getestet: Lässt es sich frei und normal bewegen oder kann man mit dem Knie Bewegungen und Drehungen machen, für die es von Natur aus gar nicht geschaffen ist? Hinweise auf die Stabilität des Kniegelenks bekommt der untersuchende Arzt, indem er Ober- und Unterschenkel vorsichtig gegeneinander bewegt. Die Stabilität des Knies gibt wichtige Hinweise auf die weiteren Behandlungsschritte.


Bildgebende Verfahren:

/ Ultraschall des Kniegelenks

Mithilfe von Ultraschall lassen sich Zysten in der Kniekehle orten, chronische Entzündungen der Kniescheibensehne diagnostizieren und Muskelverletzungen erkennen. Das Verfahren ist gut geeignet, um Flüssigkeitsansammlungen im Gelenk ausfindig zu machen.

/ Röntgen des Knies

Auf Röntgenbildern lassen sich Form und Struktur von Knochen sehr gut darstellen. Es ist ein bewährtes Verfahren, um eine Kniearthrose zu diagnostizieren. Optimale Aussagekraft bekommen Röntgenbilder, die im Stehen gemacht werden. Denn nur unter der natürlichen Belastung durch das Körpergewicht geben die Bilder Auskunft über den Zustand des Gelenks. Da Röntgenstrahlen eine körperliche Belastung mit sich bringen, sollten Röntgenbilder des Knies nur in medizinisch notwendigen Fällen erstellt werden.

/ Kernspintomografie des Knies

Das MRT des Knies liefert exakte Informationen zum ZustandDie Master-Methode der bildgebenden Verfahren: Mit der Magnetresonanztomografie erzielte Bilder geben einen umfassenden Einblick ins Kniegelenk. Die Methode basiert auf der Verwendung von starken magnetischen Feldern, kommt also ohne Belastung durch Röntgenstrahlen aus.

Die Magnetresonanztomografie wird mit MR oder MRT abgekürzt. Ein anderer Ausdruck für dieses Verfahren ist Kernspintomografie (häufig wird auch einfach nur von Kernspin gesprochen). »Der ultramoderne MRT am ETHIANUM erzeugt Schnittbilder des Knies, die fantastische Informationen liefern über den Zustand von Meniskus, Knorpel und Bändern«, erklärt Knie-Experte Dr. Wolfgang Franz.

Mehr über den Nutzen eines MRT lesen Sie hier

/ Arthroskopie des Kniegelenks

Unter Arthroskopie oder auch Kniespiegelung versteht man die Untersuchung und Behandlung eines Gelenks mittels spezieller, kleiner Instrumente.

Die Arthroskopie weist zwei Besonderheiten auf: Zum einen geschehen Diagnostik und Behandlung in einem Arbeitsschritt, zum anderen sind hierfür nur winzige Schnitte am Knie notwendig.

So läuft eine Kniegelenk-Arthroskopie ab


Die Therapie bei Knie-Instabilität

Wie genau die Therapie bei einer Knie-Instabilität aussieht, hängt zum einen vom Ergebnis der Diagnose ab. Zum anderen sind aber auch Ihr Lebensstil und Ihre Pläne für die Zukunft ganz entscheidend, ob man zum Beispiel ein gerissenes Kreuzband konservativ oder im Rahmen einer Operation behandeln wird.

Da ein gerissener Meniskus nicht von alleine wieder verheilt, ist hier in den meisten Fällen eine Operation des Meniskus notwendig. Kleinere Risse bei sportlich nicht sehr aktiven Patienten kann man auch ohne Operation behandeln.

Die Therapie bei gerissenen Seitenbändern

Rekonstruktion des äußeren SeitenbandesNicht immer muss der Mediziner im Fall von gerissenen Seitenbändern etwas unternehmen: »Gerissene Seitenbänder auf der Innenseite heilen meist von alleine“, weiß Dr. Wolfgang Franz aus Erfahrung. Dagegen führt bei einem gerissenen Außenband kein Weg an einer Operation vorbei.

Ist die Verletzung frisch, liegt also nicht länger als zwei oder drei Wochen zurück, näht der Knie-Spezialist die beiden Enden einfach wieder zusammen. Ist der Riss schon älter, muss ein Ersatzimplantat die Funktion des Außenbandes übernehmen.


Sie werden erwartet

/ Konservativ behandeln oder operieren?

Wie gestaltet sich die erfolgversprechendeste Therapie in Ihrem individuellen Fall? Zur Abklärung können Sie Dr. Wolfgang Franz konsultieren. Sie haben die Möglichkeit, per Telefon einen Termin zu vereinbaren (06221 8723-0) oder das Kontaktformular online auszufüllen:

Fordern Sie Ihren Untersuchungstermin an


Kniearthrose: Symptome, Ursachen und moderne Behandlung

/ Kniearthrose: Ursachen und Symptome

Volkskrankheit Knorpelschaden: Über zehn Prozent der Bevölkerung sind betroffen und die Patienten werden immer jünger. Doch der vielerorts gehörte Ausspruch: »Sie haben Arthrose, da kann man nichts machen«, gehört der Vergangenheit an, wie Ihnen der Knie-Spezialist am ETHIANUM gerne beweisen wird.

Woran erkennen Sie, dass Sie eine Kniearthrose haben?


Abstieg beim Wandern: Da schmerzt eine Kniescheiben-Arthrose

/ Arthrose der Kniescheibe

Sie merken es beim Wandern, wenn es Richtung Tal geht oder wenn Sie von Ihrem Büro aus die Treppen Richtung Feierabend hinabsteigen: Schmerzen in der Kniescheibe. Die gute Nachricht: Früher wurde in solchen Fällen gleich eine Prothese eingebaut. Heute stehen zwei pfiffige Alternativen zur Auswahl, um Ihren Knieschmerzen ein Ende zu bereiten.

So wird die Arthrose der Kniescheibe behandelt


Patella-Luxation: Fixierung der instabilen Kniescheibe

/ Kniescheiben-Instabilität (Patella-Luxation)

Vor allem Mädchen und junge Frauen plagen sich damit herum: Die Kniescheibe bleibt nicht in der Spur, sondern springt regelmäßig aus der Führung. Wegen gravierender Spätfolgen wie einer Kniearthrose ist es wichtig, die Kniescheibe frühzeitig an die Leine zu legen.

Was kann der Knie-Spezialist gegen eine Patella-Luxation unternehmen?


MRI nach Kreuzbandrevision

/ Revisionseingriffe nach Kreuzband-OP

Manchmal lockert sich die Ersatzsehne, die im Zuge einer Operation das gerissene Kreuzband ersetzt hat. Von selbst bessert sich dieser Zustand nicht mehr. Die Gefahr von Knieschmerzen und schließlich einer Kniearthrose steigt.

Ab wann muss das Transplantat entfernt werden und wie wird das Knie wieder stabil?


 

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