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PD Dr. Hornemann entwickelte weltweit neue OP-Methode

Sehnentransplantation aus dem Knie hilft bei Gebärmuttersenkung

Fachübergreifende Zusammenarbeit im ETHIANUM Heidelberg: Dr. Franz und Pd Dr. HornemannThinking out of the box: Der Gynäkologe und Laparoskopie-Spezialist Priv.-Doz. Dr. Amadeus Hornemann beobachtete im Sommer einen Eingriff des Knie-Experten Dr. Wolfgang Franz im ETHIANUM Heidelberg: Dieser entnahm zur Kreuzbandrekonstruktion einem Patienten eine Sehne aus der Kniekehle und ersetzte damit das verletzte Kreuzband.

Die Rekonstruktion mit körpereigenem Material ließ den Gynäkologen nicht mehr los: Könnte man diese Sehne nicht auch bei Gebärmutter-Senkungen zur Fixierung verwenden?


Ein Gedanke wird Methode: Autologous Tendon Uterus Suspension (ATUS)

Die Semitendinosus-Sehne aus dem Knie hält künftig eine GebärmutterDie Fachärzte besprachen diese Möglichkeit miteinander. Da die Semitendinosus-Sehne keine wesentliche Rolle für die Stabilität und Kraft des Knies spielt und nur eine kleine Narbe bleibt, gab es von orthopädischer Seite ein klares Ja.

Aus gynäkologischer Sicht bietet die Nutzung der Sehne zur Fixierung der Gebärmutter einen klaren Vorteil:

Bisher wurde im Rahmen eines minimal-invasiven Eingriffs ein Kunststoffnetz eingesetzt, mit dem sich die Gebärmutter-Senkung dauerhaft beheben ließ. In seltenen Fällen führte das Kunststoffnetz jedoch zu Unverträglichkeiten und musste im Rahmen einer komplexen Operation möglichst vollständig wieder entfernt werden. Bei körpereigenem Material wie der Sehne aus der Kniekehle gibt es solche Probleme nicht.

Zum Vorgehen:

Nach der Sehnenentnahme, die etwa 10-15 Minuten dauert, erfolgt die Transplantation und Fixierung, die ohne weitere Maßnahmen rd. 40 Minuten beansprucht. Hier gibt es zwei Wege, wie der Gynäkologe erläutert: »Bei Gebärmuttersenkungen ist die Fixierung an der Wirbelsäule bisher der Standard. Dabei zieht jedoch das Kunststoffnetz bzw. die Sehne in einem Bereich durch das Becken der Frau, in dem der Darm verläuft. Dieser kann dadurch gestört werden. Ich fixiere die Sehne deshalb am Becken und hier nicht im Knochen, sondern in einem Band, das über den Knochen zieht (Ligamentum pectinale, auch Coopersches Ligament genannt). Dieses Vorgehen nach Priv.-Doz. Dr. med. Günter K. Noé ist schnell, effektiv und beeinflusst den Darm nicht.«


Diese Holländerin freut sich – und im OP wurde applaudiert

Jopie R. und ihr Ehemann sind absolut begeistert von der OP-MethodeJopie R. (Name geändert) ist Holländerin und litt viele Jahren unter den Folgen ihrer Gebärmuttersenkung. Unterleibsschmerzen und Störungen bei der Blasenentleerung sind häufig bei Gebärmuttersenkungen.

In Holland werden Entfernungen der Gebärmutter nur selten durch Versicherer genehmigt und so musste sich die 51-jährige Mutter von zwei Kindern mit konservativen Behandlungen begnügen, die ihr die Schmerzen jedoch nicht nehmen konnten.

Nun wurde Jopie R., begleitet von ihrem Ehemann, letzten Donnerstag von Priv.-Doz. Dr. Hornemann im ETHIANUM Heidelberg operiert und ist überglücklich: »Ich wünsche allen Frauen mit einer Gebärmuttersenkung, dass sie hier nach der neuen Methode operiert werden.« Sogar das Team im OP, das u. a. von den Plastischen Chirurgen und den Wirbelsäulenspezialisten im ETHIANUM schon einige spektakuläre Eingriffe gesehen hat, applaudierte begeistert.

Klinikgründer Prof. Dr. Günter Germann: »Es ist genau diese innovative Kraft, die das ETHIANUM ausmacht: Spitzenmedizin entsteht, wo Ärzte frei genug sind, über den eigenen Tellerrand zu schauen und sich souverän auszutauschen – auch und gerade fachübergreifend. Wir gratulieren dem Kollegen Hornemann zu ATUS und werden weitere Einsatzgebiete dieser OP-Methode prüfen.«

 


Priv.-Doz. Dr. Hornemann

/ Priv.-Doz. Dr. med. Amadeus Hornemann

Wenn Sie sich für die ATUS-Methode zur Behandlung einer Gebäurmuttersenkung interessieren, nehmen Sie hier Kontakt zu dem Gynäkologen auf. Sie erreichen ihn telefonisch unter +49 6221 8723-434 oder über unser Kontaktformular:

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