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Einfachere Methode zur Rekonstruktion des SL-Bandes

Prof. Dr. Germann über moderne Handgelenkchirurgie bei einem Bänderriss im Handgelenk

Prof. Dr. Germann informiert25 Jahre Erfahrung in der Handchirurgie – Prof. Dr. Günter Germann kennt die Anatomie der Hand wie kaum ein anderer. Hochkomplexe Fälle hat er operiert, Fehlbildungen, Sehnenverletzungen, Bandrupturen, Tausende von Nervenkompressionssyndromen.

Zu den besonders anspruchsvollen Eingriffen im Bereich der Handgelenkchirurgie zählt die Rekonstruktion des SL-Bandes. Der Handchirurg wendet als einer der ersten in Deutschland eine Methode an, mit der sich ein Bänderriss im Handgelenk zuverlässig korrigieren lässt und zu stabilen Ergebnissen führt: die ‘Dorsal Scapholunate Reconstruction’, also die Rekonstruktion des Bandes über den Handrücken.


Die Aufgabe: Auf kleinstem Raum ein kurzes, gerissenes Band unter Spannung nähen

Kahnbein (Scaphoid) und Mondbein (Lunatum) im Handgelenk driften naturgemäß auseinander – ihre Bewegungsmuster sind gegensätzlich. Das skapholunäre Band (SL-Band) hält diese beiden Knochen unter Kontrolle und steht deshalb unter mächtiger Spannung. Um das SL-Band zu nähen, wurden über Jahrzehnte unterschiedliche Methoden entwickelt. Doch erwiesen sich die meisten als nicht ausreichend stabil oder verlangten sehr komplexe OP-Verfahren.

Das SL-Band verbindet Kahnbein (oben) und Mondbein (unten) im Handgelenk

Die Illustration zeigt eine vereinfachte Aufsicht auf das Handgelenk. Sie sehen mittig das etwas vergrößert dargestellte SL-Band zwischen Mondbein (unten) und dem Kahnbein (oben), auf dem das Band endet. Ein Sturz auf das gestreckte Handgelenk führt neben Speichenbrüchen häufig auch zu Zerreißungen des SL-Bandes.

Leider bleibt die Verletzung oft unerkannt, und das hat Folgen: zwischen Lunatum und Scaphoid entsteht mit der Zeit ein immer größerer Zwischenraum, das Handgelenk wird instabil. Die Kraft in der Hand schwindet, schmerzhafte Schwellungen entstehen, die Bewegungsfähigkeit ist eingeschränkt. Unbehandelt führt die Fehlbelastung unweigerlich zum Verschleiß des Handgelenks (SLAC-Wrist = Scapholunate Advanced  Collapse), also zur Arthrose.

Zur Diagnostik wird Handchirurg Prof. Germann Röntgenaufnahmen beurteilen, da man dort Gefügestörungen erkennen kann. Dank des hochauflösenden MRT im Haus, mit dem sich der Knorpelstatus optimal diagnostizieren lässt, kann auf die Arthroskopie verzichtet werden.


Wie gestaltet sich die OP-Methode heute?

Volle Funktionalität, einfacher zu operieren, stabiler im im ErgebnisProf. Dr. Germann: »Bisher war die Naht des SL Bandes fast nicht möglich, da das Band so kurz ist. Selbst bei sofortiger Versorgung nach einem Unfall konnte es nicht direkt wiederhergestellt werden. Mit der Kombination aus Knochenankern und Sehnentransplantaten, die mit einer festen Naht verstärkt werden, steht jetzt eine Methode zur Verfügung, die eine Rekonstruktion stabiler Bandverhältnisse erlaubt, ohne dass die Komplexität des Verfahrens steigt.«

So geht der Handchirurg vor: Kahnbein und Mondbein werden durch eingebrachte Drähte in die korrekte Position gebracht. Danach wird ein verstärktes Sehnentransplant unter Spannung in Kahnbein und Mondbein verankert.

Den Sehnenstreifen gewinnt der Spezialist über den Operationsschnitt aus der Sehne eines Handgelenkstreckmuskels. Bei diesem Vorgehen ist keine funktionelle Beeinträchtigung zu erwarten und es wird kein weiterer Schritt notwendig.

Die Hand wird anschließend für acht Wochen ruhiggestellt. Danach beginnt der Aufbau von Beweglichkeit und Kraft. »Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass das Handgelenk sich gut stabilisiert und seine Funktion zurückkehrt. Die Handgelenkchirurgie ist wieder einen Schritt vorwärtsgekommen.«


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