Orthopädie

DIE HÄUFIGSTEN SPORTVERLETZUNGEN BEIM TENNIS – EINE ÜBERSICHT

Tennis gehört zu den beliebtesten Sportarten in Deutschland. Der eigentlich ungefährliche Sport kann aber Verletzungen auslösen, die typisch für Tennisspieler sind. Durch plötzliche Sprints, schnelle Richtungswechsel oder der Beschaffenheit der Tennisplätze kann der Körper übermäßig belastet werden. Auch die falsche Schlagtechnik oder ein unpassender Schläger können Auslöser für Schmerzen beim Tennisspielen sein. Lesen Sie kompakt, welche Verletzungen zu den häufigsten beim Tennis zählen. Erfahren Sie, wie diese konservativ wie auch operativ behandelt werden können.

Tennis

Verletzungen beim tennis

Welche Verletzungen treten beim Tennis auf, wie können wir sie behandeln:

Schulterschmerzen

Schulterschmerzen gehören zu den häufigsten Verletzungen beim Tennis. Die Schmerzen in der Schulter können durch verschiedene Erkrankungen bedingt sein. Häufig ist ein „Posterosuperiores Impingement“ für die Schmerzen verantwortlich. Durch die wiederholte Außendrehung und Abspreizung der Schulter kann es zu Druck bzw. Scherbelastungen im Bereich der hinteren Gelenklippe, der dortigen Kapselstruktur und der Rotatorenmanschette mit der Folge von Schädigungen kommen. Eine weitere Erkrankung ist die „Vermehrte Außenrotationsfähigkeit“. Es kommt zur Überdehnung der vorderen Gelenkkapsel. Die Folge ist oft eine instabile Schulter, da die Kapseln und Bänder überbeansprucht werden. Beim „Funktionellen Impingement“ liegt keine strukturelle Schädigung der Sehnen der Rotatorenmanschette vor. Vielmehr ist die Balance der verschiedenen Muskeln der Schulter gestört und der Oberarmkopf wandert nach oben. Dadurch kommt es zum Anschlagen des Oberarmkopfes am Schulterdach und zu Schmerzen. Welche Art der Verletzung bei Ihren Schulterschmerzen vom Tennis vorliegen, kann der erfahrene Facharzt diagnostizieren. Die Behandlungsmethode ist entsprechend nur individuell zu bestimmen.

Tennis-Ellenbogen und Tennisarm

Der Tennisarm ist die häufigste Verletzungsart beim Tennis. Es handelt sich hierbei um eine entzündungsähnliche Verletzung an den Sehnenansätzen, die durch Überbelastung entsteht. Der Entzündungsherd liegt meist an der Außenseite des Ellenbogens.
Bei frühzeitiger Diagnose kann durch Schonung in Kombination mit Physiotherapie, Eigenübungen, Taping oder Infiltrationen u.a. mit körpereigenen Stammzellen therapiert werden. Beim „Valgusstress-Überbelastungssyndrom“ wird das Innenband verlängert, der Ellenbogen kann instabil werden. Ist dies der Fall, können konservative oder operative Maßnahmen erforderlich sein. Beim „Ulnaris-Kompressionssyndrom“ kommt es durch die wiederkehrende Dehnung des Ellennervs zu ausstrahlende Schmerzen in die Hand. Bei diesem Syndrom muss der Facharzt für Sportorthopädie prüfen, ob der Nerv freigelegt oder verlagert werden muss, um ihn zu entlasten.

Hand, Handgelenk oder Sehnenscheidenentzündungen

Verletzungen an der Hand oder dem Handgelenk beim Tennis werden durch eine falsche Rückhand- oder Vorhandtechnik begünstigt. Dauerhaft kann es hier zu Verletzungen an den Sehnen kommen. Diese lösen eine Sehnenscheidenentzündung aus. Tennisspieler sollten präventiv ihre Griffhaltung, Bespannung und Schlagtechnik optimieren, um derlei Verletzungen zu vermeiden. Sollte es bereits zu einer Entzündung gekommen sein, können konservative Methoden zu sehr guten Erfolgen führen. Reicht das Schonen der Hand nicht aus oder liegt ein Engpass-Syndrom vor, ist diese Verletzung vom Tennis ein Fall für die Handchirurgie.

Rückenschmerzen

Ihr Rumpf leistet Höchstarbeit beim Tennisspielen. Die starken Bewegungen und deren Ausmaß können zu muskulären Verletzungen führen. Diese verursachen die Rückenschmerzen beim Tennisspielen. Wenn die akuten Schmerzen durch Physiotherapie oder Medikamente nicht besänftigt werden können, muss eine Veränderung an der Wirbelsäule ausgeschlossen werden. Diese können degenerative Veränderungen an den Bandscheiben oder kleinen Wirbelgelenken sein. Sollte dies der Fall sein, ist ein Gang zur Wirbelsäulenchirurgie empfehlenswert.

Verletzungen am Bein oder Knie

Kurz ausgerutscht, falsch belastet oder zu stark abgebremst und schon ist es passiert: Verletzungen am Bein oder Knie sind auch im Tennissport nicht ausgeschlossen. Wenn es auch nur selten Brüche sind, die verzeichnet werden, kommt es doch häufig zu Muskelfaserrissen oder Zerrungen und Prellungen. Diese sind meist an den hinteren Oberschenkeln oder der Wadenmuskulatur und dem Knie zu finden. Sollte es zu keinen gravierenden Schäden an Knochen, Knorpel und Sehnen oder Bändern gekommen sein, versprechen konservative Behandlungsmethoden beste Erfolge. Von Schonung, über Stabilisierung, Verbände oder Physiotherapie und Medikamenten kann hier ein breites Spektrum angewandt werden.

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Tennisarm und Golferarm – Unterschiede und Behandlungen

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