Schmerzen im Ellenbogen - Eerkrankungen und Behandlungen

Orthopädie

Schmerzen im ELLENBOGEN – ERKRANKUNGEN und Behandlungen

Die Anatomie des Ellenbogens ist faszinierend, weil mehrere Gelenke zusammenarbeiten und mehrdimensionale Bewegungen ermöglichen. Dies ist möglich, weil unser Ellenbogengelenk mit dem Oberarmknochen sowie den beiden Unterarmknochen Elle und Speiche verbunden ist. Unser Ellenbogen vereint also drei Teilgelenke. Schmerzen im Ellenbogen können aufgrund der Anatomie durch mehrere Ursachen auftreten. Von Entzündungen der Bänder und Sehnen bis zum Ausrenken des Ellenbogengelenks sind viele Ursachen denkbar. Auch abgesprengte Gelenkkörper, Nervenengpässe oder Frakturen und Knorpelschäden können die Ellenbogenschmerzen verursachen.

Umso wichtiger ist eine genaue Diagnose, um Schmerzen im Ellenbogen effektiv behandeln zu können. Und eben auf diese genaue Diagnose legt der Facharzt für Orthopädie und Ellenbogen-Spezialist am ETHIANUM, Prof. Dr. Zeifang, besonderen Wert. „Nur nach einer exakten, ausführlichen Diagnose kann die Weiterbehandlung eingeleitet werden“, weiß Prof. Dr. Zeifang aus Erfahrung. „Eine erfolgreiche Schmerztherapie für den Ellenbogen sollte nur dann eingeleitet werden, wenn sie auch individuell auf den Grad der Belastung, das Maß sportlicher Ziele oder persönlichen Ansprüchen des Patienten entspricht.“

Wir haben Ihnen übersichtlich die häufigsten orthopädischen Erkrankungen am Ellenbogen zusammengefasst. Die gute Nachricht: Nur selten ist eine Operation notwendig, noch seltener kommt es zu einer Ellenbogen-Endoprothetik, also dem Einsatz künstlicher Ellenbogengelenke. Lesen Sie, wie stattdessen Schmerzen in der Schulter behandelt werden können.

Schmerzen im Ellenbogen

Häufige erkrankungen des Ellenbogengelenks

Hier lesen Sie, welche Erkrankungen häufig den Ellenbogen betreffen, wie sie sich bemerkbar machen und wie wir sie behandeln:

Instabilität durch Bandverletzungen

Anzeichen für eine Instabilität des Ellenbogens durch Bandverletzungen sind Schmerzen beim Abstützen oder beim Versuch, Gegenstände mit gestrecktem Arm anzuheben, sowie bei Belastungen im Bereich des äußeren und inneren Ellenbogens. Die Instabilität des Ellenbogens wird häufig durch degenerativ bedingte Verletzungen der Bänder im Ellenbogen verursacht oder sie ist die Folge von Unfällen.

Entscheidend ist, dass eine Bänderverletzung im Ellenbogen erkannt wird. Ob ein Schaden an den Bändern vorliegt, kann über ein MRT diagnostiziert werden. Manchmal aber hilft nur eine Arthroskopie des Ellenbogens, um eine genaue Diagnose treffen zu können. Je nach Befund können bei einer Instabilität konservative Therapiemaßnahmen hilfreich sein. Sollten diese nicht ausreichen oder eine chronische Instabilität vorliegen, kann im Rahmen der Arthroskopie das Band auch gestrafft, genäht oder nach Bedarf rekonstruiert werden. Der Einsatz von körpereigene Stammzellen kann die Heilung unterstützen. Postoperativ erfolgt Physiotherapie und ggf. eine Versorgung mit einer Bewegungsorthese.

Knorpelschaden, Knorpelknochenschaden, freie Gelenkkörper

Knorpel schützt den Knochen im Gelenk vor Abrieb. Ist die Knorpelmasse aber beschädigt, bekommt sie Risse, wird dünn oder ungleichmäßig. Dadurch verliert die Knorpelmasse im Ellenbogen ihre Schutzfunktion. Durchblutungsstörungen können zu einem Knorpel-Knochenschaden im Ellenbogen herbeiführen. Die Knorpel-Knochenstückchen können absprengen und zu freien Gelenkkörpern im Gelenk werden. Knorpelschäden oder freie Gelenkkörper im Ellenbogen führen zu starken Schmerzen und Einklemmungserscheinungen.

Über ein MRT kann ein Facharzt für Orthopädie eine exakte Diagnose stellen. Je nach Befund helfen schon konservative Therapiemaßnahmen. Dies kann die Schonung beinhalten, aber auch Medikamente und Infiltrationen sowie durchblutungsfördernde Mittel.

Haben sich Knorpel-Knochen-Stückchen gelöst, können sie durch eine Arthroskopie entfernt werden. Wo der Knorpel-Knochen abgesprungen ist, kann während der Arthroskopie ein Ersatzknorpel durch eine Microfrakturierung herbeigeführt werden. Bei der Mikrofrakturierung wird das ehemalige Lager mit speziellen Instrumenten angebohrt. Dies führt zu einer Blutung. Diese wieder spült Stammzellen an die Oberfläche, die mit der Zeit einen sog. Faserknorpel bilden und entstehen lassen. Dieser Ersatzknorpel übernimmt schließlich die Funktion der eigentlichen, echten Knorpelmasse.
Handelt es sich bei dem Knorpelschaden im Ellenbogen bereits um einen tiefreichenden Schaden, kann eine Ersatz mit einem Vlies oder auch einer Mosaik-Plastik (OACT) die geeignete Therapie sein. Hierfür werden aus gesunden Knorpel- und Knochenarealen Zylinder ausgestanzt und im defekten Knorpel oder Knochen eingesetzt. Bei größeren Defekten im Knorpel des Ellenbogens kann auch eine Knorpelzelltransplantation ratsam sein.

Überlastungsschäden und Entzündungen

Der Ellenbogen reagiert empfindlich auf Überbelastung. Bekannt sind Schmerzen beim Heben oder Greifen sowie eine Druckempfindlichkeit an der Außenseite oder Innenseite des Ellenbogens. Auch Tennisarm oder Golfarm genannt, führen die Überbelastungen des Ellenbogens zu einer schmerzhaften Entzündung. Grund dafür ist die Überlastung der Sehnen. Ein Facharzt für Orthopädie kann diesen Schaden am Ellenbogen mit Hilfe einer detaillierten Untersuchung unter Zuhilfenahme eines Ultraschall und MRT diagnostizieren. Besteht eine Entzündung, helfen Physiotherapie, Medikamente, körpereigene Stammzellen, Taping oder eine Schonung. Nur selten ist ein operativer Eingriff notwendig.

Kompressionssyndrom Sulcus Ulnaris

Das Kompressionssyndrom Sulcus Ulnaris ist eines der häufigsten Engpass-Syndrome des Menschen. Benannt nach dem Nerv Ulnaris, der an der Innenseite des Ellenbogens verläuft, ist eben jener Nerv auch betroffen. Druckentlastungen und konservative Behandlungsmethoden greifen hier sehr gut, nur selten ist eine Operation notwendig.

Arthrose im Ellenbogengelenk

Eine Arthrose im Ellenbogengelenk wird oft erst spät durch Schmerzen bemerkt. Das liegt daran, dass das Ellenbogengelenk kein lasttragendes Gelenk ist. Es können alle drei Teilgelenke des Ellenbogens von einer Arthrose betroffen sein. Auch das Radiusköpfchen kann eine Arthrose ausbilden. Eine Ellenbogengelenkarthrose wird degenerativ oder unfallbedingt ausgelöst. Ohne Operation kann durch Physiotherapie-Maßnahmen und Injektionen oft Linderung herbeigeführt werden. Reichen diese Behandlungsmethoden nicht, kann über einen arthroskopischen Eingriff nachgedacht werden. Minimal-invasiv können hierbei freie Gelenkkörper, Knorpelunebenheiten, Knochenvorsprünge oder eine entzündete Gelenkschleimhaut entfernt werden. Nur selten ist eine Ellenbogenprothese notwendig.

Schmerzen im Ellenbogen

Operationen und Prothesen aM Ellenbogen – Eingriffe für mehr flexibilität

Mit einer Arthroskopie des Ellenbogens ist ein minimal-invasiver Eingriff gemeint. Lesen sie hier weiter zur Arthroskopie im allgemeinen und zu möglichen OP-Methoden am Ellenbogen.

Die Endoprothetik bezeichnet den Einsatz künstlicher Gelenke als Ersatz bei zu hohem, irreparablem Knorpelschaden. Lesen Sie hier, welche Methoden wir Ihnen am ETHIANUM anbieten können.

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Schulter und Ellenbogen – Wann Arthroskopie oder offene OP?

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