Markus Stein, Leiter Patientenmanagement:
Wegbereiter für eine neue Zeit.
Wertvolle Qualitäts-Zeit für Pflege und Behandlung geht in den Kliniken verloren, weil sich Ärzte und Pflegepersonal mit administrativen Aufgaben, insbes. der Dokumentation ihrer Tätigkeiten, beschäftigen müssen.
Markus Stein, Leiter Patientenmanagement am ETHIANUM, sorgt mit der Neugestaltung der informationsrelevanten Klinikprozesse dafür, dass das medizinische Kompetenz-zentrum auch hier neue Wege geht.
Er vereint die Sicht auf beide Welten:
Markus Stein startete seine berufliche Karriere 1982 als
Veröffentlichungen in Auszügen
- Einführung in die Pharmako-Ökonomie, PMD, 3/1994
- Erwartungen an eine EDV-gestützte Pflegedokumentation, mdi 2/1999
- Möglichkeiten und Grenzen der Externen Qualitätssicherung in der Pflege, mdi 1/2000
- Disease Management - Herausforderungen für die med. Informations-verarbeitung, mdi 2/2002
- Einsatz von „Codern“ - ein Erfahrungsbericht, das Krankenhaus 9/2004
- Das Management-Informationssystem einer Privatklinik, mdi 2/2008
- Reliability of diagnoses coding with ICD-10, Internat. Journal of Medical Informatics
- eAkte ist noch nicht ausgereift, f&w 2/2009
Vorträge (Auswahl):
- Telematik in der Pflege - Nutzen für die Überleitung, Deutscher Pflegekongress 2000
- Nursing workload between economic tension and the need of quality assurance, European Nurse Directors Association Congress 2001
- Korrelation des pflegerischen Aufwandes mit den DRG-Relativgewichten, 2003
- Wandel der Medizinischen Dokumentation im DRG-Zeitalter, 2004
- Genügt der Arztbrief zur Generierung der DRG-Dokumentation? 1. Kongress für Unfallchirurgie und Orthopädie 2005
- Weg zur Papierlosen Dokumentation. KIS-Tagung 2007
- Vergleich eigener Kalkulationszahlen mit InEK-Kalkulationsdaten. gmds-Tagung 2007
- Ein Statistisches Modell zur Erklärung von Casemix-Schwankungen, 2007
- Externes Qualitätsbenchmarking im Bereich der Endoprothetik, 2007
- Ableitung DRG-relevanter Prozesskosten aus OP-Dokumentation, gmds-Tagung 2008
- Sicherung der Qualität in der Chirurgie durch IT-Einsatz, Schliersee-Konferenz 2009
- Einsatz der ‘Heidelberger Liste’ zur Optimierung der DRG-Dokumentation, 2009
Pflegehelfer am Klinikum Mannheim und absolvierte dort 1988 die Ausbildung zum Krankenpfleger.
»Schon damals wurde etwa ein Viertel der Arbeitszeit von Ärzten und Pflegekräften für die Dokumentation eingesetzt, heute ist der Aufwand eher noch höher. Die Zeit, die für diese wichtigen aber nicht kernrelevanten Aufgaben eingesetzt wird, geht von der eigentlichen Behandlung und Pflege ab.«
1995 bis 2006 am Klinikum Ludwigshafen tätig, zuletzt als Leiter der Stationären Abrechnung, übernahm der 47-Jährige an der ATOS-Praxisklinik Heidelberg bis Oktober 2009 die Leitung Patientenmanagement und Patientenservice. Sein Credo:
»Medizinische Dokumentation muss
die Arbeit der Ärzte und Pflegekräfte positiv unterstützen.«
Der in Mannheim geborene Diplom-Dokumentar ist spezialisiert darauf, in den Bereichen Dokumentation und Abrechnung bessere Bedingungen für optimale Behandlung und Pflege zu schaffen.
Im ETHIANUM begann dies bei der Planung und dem Einsatz der Instrumente zur Datenverarbeitung und der Gestaltung der Abrechnungssysteme: »EDV-gestützte Dokumentation ist heute ohne Medienbrüche machbar. Sie wird direkt am ‘Point of Care’ sanft integriert. Die Zeiten, wo man am Patientenbett auf Papier geschrieben und später in den PC übertragen hat, sollten vorbei sein.«
Mit seinem ‘Codermodell’ führte Markus Stein als einer der Ersten in Deutschland zudem ein System ein, das den Ärzten ein zeitaufwändiges Procedere deutlich erleichtert:
Es ist inzwischen DAS Modell, mit dem die sehr komplex gewordene Abrechnung stationärer Krankenhausfälle durch die Delegation der Abrechnungsdokumentation von den Ärzten auf Dokumentationskräfte erheblich vereinfacht wird.
Transparenz für unsere Klienten.
Markus Stein, auch verantwortlich für die Kalkulation der Klinikpreise und die Organisation/Leitung der Abrechnung aller ambulanten und stationären Fälle, ist Verfechter des ‘Ethos der Abrechnung’.
»Die Rechnung ist oft das Letzte, was ein Klient/eine Klientin von uns sieht. Da wollen wir keine unliebsamen Überraschungen bieten.«
Aus diesem Grund erhält jeder Klient einen Kosten-voranschlag, in dem die voraussichtlichen Klinik- und Arztkosten aufgeführt sind. So kann man sich beruhigt auf die Therapie bzw. den stationären Aufenthalt einlassen:
Man weiß, was später zur Abrechnung kommt. Zusätzlich ist auf der ETHIANUM Website ein Beihilferechner integriert, mit dem man eventuell anfallende Selbstkosten einfach ausrechnen kann.
Markus Stein, der sich privat u.a. für Geschichte interessiert und die militärgeschichtlich geprägte Website www.napoleon-online.de betreibt, ist zusätzlich aktiv in folgenden Bereichen:
- Mitgliedschaft im Deutschen Verband Medizinischer Dokumentare (Stv. Vorsitzender 1997 bis 2000, Vorsitzender 2000 bis 2005)
- Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift ‘mdi’ für Med. Dokumentation und Informatik
- Moderator der XING-Gruppe ‘Krankenversicherung GKV/PKV’