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Leben mit (den Folgen von) Krebs

ETHIANUM Gynäkologe PD Dr. Hornemann operierte BRCA1 Patientin kostenfrei

Anja W.: Leben mit Krebs und seinen FolgenEin Mal im Jahr fliegt Priv.-Doz. Dr. med. Amadeus Hornemann nach Kenia. Dort behandelt und berät der Gynäkologe im Rahmen der Initiative ‘Cargo Human Care’ Frauen kostenfrei. Jetzt operierte er im ETHIANUM Heidelberg eine Deutsche und verzichtete auf sein komplettes Honorar. Dennoch ist diese pro bono Geschichte keine Story mit Happy-End.

»Als man mir 2006 – während der Krebsbehandlung – die Stelle kündigte, hat mich das sehr verletzt. Aber es kam ja noch schlimmer.«

Anja W.‘s Geschichte ist bitter. Eine Sammlung niederschmetternder Diagnosen, medizinischer, aber auch existenzbedrohender Konsequenzen. Dass die heute 55-Jährige aus Offenbach am Main (Name geändert) sich nicht aufgegeben hat, hat Priv.-Doz. Dr. Hornemann sehr bewegt.

2006 wurde bei Frau W. ein Mammakarzinom in der linken Brust diagnostiziert. Tumore und schließlich die ganze Brust wurden entfernt, Chemotherapie und Bestrahlung folgten. Frau W. war viele Jahre beruflich selbstständig gewesen. Gerade wieder in die Festanstellung gewechselt, verweigerte die private Krankenversicherung die Zahlung des Krankentagegeldes, der Arbeitgeber kündigte ihr noch während des Klinikaufenthalts. »Ohne die Hilfe eines Freundes wäre ich aufgeschmissen gewesen«, sagt Anna W.

2008 ließ sie sich die Brust aufbauen (DIEP Flap mit Bauchgewebe) und fand eine neue Stelle in der Schweiz. Nur ein Jahr später ein neuer Schock: Wieder wurde Brustkrebs diagnostiziert, diesmal rechts. Erneut erfolgte eine OP (subkutane Mastektomie mit Implantat), an die sich Chemo- und Bestrahlungsbehandlungen anschlossen. Die Folge: starke Gewichtszunahme, außerdem wurde Diabetes Typ2 festgestellt. 2010 wurde auch die rechte Brust rekonstruiert. Anja W. konnte wieder einer Arbeit nachgehen, verlor jedoch ihre Eigentumswohnung: »Bis 2016 stritt sich die Bank mit mir über den Ausgleich der Restschuld. Auf meine gesundheitliche Lage wurde keinerlei Rücksicht genommen, im Gegenteil: Man sperrte mir das Konto, meine Eltern mussten Erspartes ihrer privaten Altersvorsorge auflösen, um mich zu unterstützen.«


Hysterektomie für die Trägerin des BRCA1-Gens

Priv.-Doz. Dr. Hornemann war tief bewegt von dieser KrankengeschichteAnja W. trägt eine Mutation des BRCA1-Gens in sich. Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, liegt damit bei 50 bis 80 %. Dass auch die zweite Brust erkrankte, ist nicht ungewöhnlich: »Die Wahrscheinlichkeit, das dies passiert, liegt bei etwa 60 %«, erläutert Gynäkologe PD Dr. Hornemann.

Der Experte für minimal-invasive OPs lernte Frau W. kennen, als sie ihn aufgrund einer Virusinfektion am Gebärmutterhals (HPV) mit einer Dysplasie am Gebärmutterhals (=auffälliger PAP-Abstrich mit einer Krebsvorstufe am Gebärmutterhals) aufsuchte. Da mit einer BRCA1 Mutation auch die Gefahr für Ovarialkarzinome massiv steigt, sollten bei Anja W. Eierstöcke und Eileiter entfernt werden. Wegen der Veränderung am Gebärmutterhals wurde zusätzlich eine Entfernung der Gebärmutter durchgeführt.

Priv.-Doz. Dr. Hornemann operierte unter erschwerten Bedingungen, denn durch die zweimalige Chemotherapie war das Bindegewebe im Bauchraum stark verändert. Dennoch verlief die total laparoskopische Hysterektomie mit Adnexektomie, also der Entfernung von Eileitern und Eierstöcken, reibungslos. Nun sind die Gefahren Gebärmutterhalskrebs und Eierstockkrebs gebannt, doch Frau W. kämpft weiter mit den Folgen ihrer Krebserkrankungen: Sie leidet unter Depressionen und Fatigue, einem massiven Erschöpfungssyndrom, hat Probleme mit dem Lymphsystem und muss sich zu all dem immer wieder mit den Behörden auseinandersetzen, die ihr den Schwerbehindertenstatus aberkennen wollen.

Nachdem auch die letzte Stelle bei einem Unternehmen, das kurze Zeit später insolvent war und ihr betriebsbedingt kündigte, arbeitet Anja W. nun wieder Vollzeit in einem Unternehmen. Finanziell wird es noch lange dauern, bis es ihr wieder gut geht. Und noch länger, bis die physischen und seelischen Folgen ihrer Krebserkrankungen annähernd geheilt sind. Dennoch, so sagt sie, geht es ihr inzwischen besser: »Herr Dr. Hornemann hat mir mit seiner großzügigen Geste sehr geholfen. Es ist wunderbar, dass es Ärzte gibt, die sich mit Empathie für ihre Patienten engagieren.«


Gynäkologie in Heidelberg

/ Themen der Gynäkologie

Laparoskopische und hysteroskopische Eingriffe belasten Frauen dank modernster Schlüssellochtechnik heute weit weniger. PD Dr. Hornemann ist Spezialist für minimal-invasive operative Gynäkologie. Sehen Sie sein Operationsspektrum und beispielhaft PDFs mit Detailinformationen.

Das Spektrum der Gynäkologie im ETHIANUM


Facharzt für Gynäkologie, PD Dr. med. Amadeus Hornemann, Heidelberg

/ PD Dr. med. Amadeus Hornemann

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe mit den Schwerpunktbezeichnungen Gynäkologische Onkologie und Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin. Als erster Gynäkologe in der Rhein-Neckar Region zertifiziert nach MIC III. Spezialgebiet: minimal-invasive Chirurgie. Führt am ETHIANUM laparoskopische und hysteroskopische Operationen durch.

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