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Schmerzen beim Laufen

Wie Knie, Sprunggelenk, Achillessehne, Hüfte und Rücken beim Laufsport leiden

Laufsport: Bitte nicht aufgeben!Seit Jahren nimmt die Zahl der Jogger und Freizeitläufer zu. In Deutschland dürften es aktuell rd. 10 Millionen Menschen sein, die regelmäßig Laufen gehen. Laufen hilft, Stress abzubauen und seine schützende Wirkung besonders für das Herz- Kreislaufsystem ist unbestritten. Dennoch bedeutet der Laufsport auch eine Belastung für Muskeln, Sehnen und Bänder. In Folge kann es zu Schmerzen, Überlastungs- und Fehlbelastungsschäden des Bewegungsapparates kommen – häufiger als zu Unfällen.

Der rhythmisch-dynamische Bewegungsablauf bezieht den ganzen Körper ein. Die größte Beanspruchung liegt dabei in der Hüft-Becken-Bein Region. Mit dem Aufkommen des Fußes beginnt der Bewegungszyklus bei entsprechender Belastung der Muskulatur: vordere Stützphase – hintere Stützphase – hintere Schwungphase – vordere Schwungphase.

Knie-Experte Dr. Franz: Diagnostik bei Knie-InstabilitätBei Schmerzen im Knie sollten Sie sofort mit dem Laufen aufhören, empfiehlt Knie-Experte Dr. Wolfgang Franz. Denn das Läuferknie verschwindet nicht von alleine. Erste Selbsthilfemaßnahme: die betroffene Stelle kühlen und mit entzündungshemmender Salbe einreiben. Haben sich die Beschwerden chronifiziert, ist eine gründliche Abklärung geboten, um andere Ursachen auszuschließen. Hier sind vor allem Ermüdungsfrakturen und eine Schädigung des Knorpels zu nennen. Zu einer gründlichen Diagnose zählen die ausführliche Anamnese sowie fallbezogen Röntgenaufnahmen, Ultraschall oder die Untersuchung mit dem hochmodernen 3-Tesla Magnetresonanztomograph.

Bei der Therapie des Runner’s knee geht es darum, den zu starken Zug auf den Tractus iliotibialis zu reduzieren, also die zu kurz gewordenen Muskeln auf der Außenseite der Hüfte (Abduktoren) ausgiebig zu dehnen. Die Betroffenen führen die Übungen in Eigenregie mehrmals täglich selbständig aus. Ergänzend und unterstützend wirken ein Faszientraining und weitere Maßnahmen der Physiotherapie.

Sind die Schmerzen abgeklungen, kann meist nach rund 14 Tagen wieder mit dem Training begonnen werden. Jetzt gilt es, Über- und Fehlbelastungen zu vermeiden und der Verkürzung der Muskulatur entgegenzuwirken: Gezielte Stretchübungen vor und nach dem Laufen sowie Übungen zum Kräftigen und Stabilisieren sind angesagt.


Kniescheibenschmerz – Chondropathia patellae

Schmerzen im Knie können auch durch einen Knorpelschaden der Kniescheibe ausgelöst werden. Die medizinische Bezeichnung dieses Phänomens ist Chondromalacia patellae. Frauen sind aufgrund physiologischer Gegebenheiten häufiger davon betroffen als Männer.

Vor allem bei längeren Läufen meldet sich das Knie, die Beschwerden treten aber auch häufig beim Treppensteigen, Springen sowie beim Aufstehen nach langem Sitzen in beengten Positionen wie im Auto oder Flugzeug auf. Auch das Drücken der Kniescheibe gegen den Knorpel tut weh. Mitunter ist das Knie angeschwollen.

Der Knie-Experte verschafft sich durch ein ausführliches Anamnese-Gespräch erste Klarheit über das Krankheitsbild. Ferner wird er durch genaues Abtasten des Knies sowie gegebenenfalls mit Hilfe des MRT die Sache genau und zweifelsfrei diagnostizieren können.

Die Behandlung der Chondromalacia patellae ist in den meisten Fällen konservativ – also ohne OP – erfolgreich durchzuführen. Bei Läufern steht zunächst eine Laufpause oder die deutliche Reduzierung des Trainingsumfangs auf dem Rezeptblock. Eine Orthese (Gelenkschiene, die mit bequemen Bändern befestigt wird) kann während des Sports das Knie deutlich entlasten. Gleichzeitig werden die Schmerzen mit nebenwirkungsarmen pflanzlichen Mitteln wie Teufelskralle und Weidenrindenextrakt behandelt.

Physio-Tipp: Wurde bei Ihnen ein Knorpelschaden der Kniescheibe festgestellt, sollten Sie Haltungen und Bewegungen vermeiden, die die Kniescheibe belasten. Hierzu zählen das Hocken auf den Knien sowie der schnelle Treppenabstieg. Zur Herstellung der optimalen muskulären Führung der Kniescheibe ist die gezielte Physiotherapie angezeigt. Hier sollten die Kniesehnen gestärkt werden; vor allem muss ein bestimmter Oberschenkelmuskel, der Quadrizeps, gut trainiert werden.


Kniebeschwerden beim Laufen – der Meniskusriss

Ein frischer Meniskusriss wird minimal-invasiv genähtDurch eine spontane Drehbewegung kann es passieren: Ein Meniskus reißt. Die Ursache liegt häufig darin, dass er durch einen stillen, nicht-sichtbaren Verschleiß über viele Jahre mürbe geworden ist und jetzt den Geist aufgibt. Wenn ein Meniskus reißt, verursacht das häufig einen stechenden Schmerz und das Knie wird dick.

Der Knie-Experte am ETHIANUM hat für Betroffene alle Informationen bereitgestellt, die sie in dieser Situation brauchen – und kennt natürlich die notwendigen Diagnose- und Therapieschritte. Lesen Sie bitte hier weiter:

Warum ein Meniskusriss entsteht, welche Folgen das haben kann und wie der Knie-Experte behandelt


Laufsport und Kniearthrose

Microfracture-Methode zur Behandlung von KniearthroseDer Gelenkverschleiß im Knie ist ein Vorgang, der sich über Jahre still und unbemerkt ausbreiten kann. Erst ab einem gewissen Stadium sendet der Körper Alarmzeichen aus. Zu den häufigsten zählt der Anlaufschmerz. Er äußert sich morgens beim Aufstehen, wenn Sie aus dem Bett wollen und Ihnen diese Bewegung in die Knie fährt, die Gelenke also einige Zeit brauchen, um richtig ‘warm’ zu werden.

Bei Läuferinnen und Läufern, die unter Arthrose leiden, sind die Kniegelenke angeschwollen und mit Flüssigkeit gefüllt.

Der Knie-Experte am ETHIANUM verfügt über ein breites Repertoire zur Diagnose und Behandlung der Kniearthrose. Ein wichtiges Element sind die Bioprothesen fürs Kniegelenk. Erfahren Sie mehr:

Kniearthrose: Symptome, Ursachen und moderne Behandlung in Heidelberg


Verletzungen der Muskulatur

Zu den typischen muskulären Verletzungen zählen die Muskelzerrung, der Muskelfaserriss und der Muskelriss.

Bei Muskelfaserrissen und Muskelrissen kann sich schnell ein Bluterguss (Hämatom) entwickeln: Das betroffene Bein schwillt an. Die Unterscheidung zwischen einer Muskelzerrung und einem Muskelfaserriss ist schwierig. Muskelrisse oder Muskelbündelrisse können evtl. durch eine tastbare Delle in der Muskulatur frühzeitig erkannt werden.


Verletzungen des Sprunggelenks

Umgeknickt und Sprunggelenk verletzt?Beim Laufen umgeknickt!? Dabei werden oft die Außenbänder des Sprunggelenks geschädigt – der Orthopäde klärt ab, ob es zu einer Bänderzerrung, einem Bänderriss am Sprunggelenk oder gar einem Außenknöchelbruch gekommen ist. Schwerere Sprunggelenksbrüche sind selten.

Nach einer typischen Umknickverletzung schwillt die Außenknöchelregion schnell an. Der Fuß kann weiterhin belastbar sein oder nicht. Das Schwellungsausmaß und die Belastbarkeit lassen keine sicheren Rückschlüsse auf das Verletzungsausmaß zu. Das Laufen sollte in jedem Fall unterbrochen werden.

Auch Fehlstellungen des Fußes oder des Sprunggelenkes mit unnatürlicher Fuß-/Sprunggelenkbelastung führen schnell zu Überlastungsbeschwerden.

Der Spreizfuß bezeichnet eine krankhafte Absenkung des Fußquergewölbes, der Senkfuß führt zu einer Abflachung des inneren Fußlängsgewölbes mit Überlastung und Schmerzen der kleinen Fußmuskulatur in diesem Bereich.

Durch eine chronische Zugbelastung der Plantaraponeurose (Sehnenplatte in der Fußsohle) kann sich ein schmerzhafter Fersensporn ausbilden. Durch eine gute Einlagenversorgung kann hier bei allen oben angeführten Fehlstellungen i. d. R. eine Verbesserung erzielt werden.


Verletzungen der Achillessehne

Durch eine außergewöhnliche plötzliche Belastung einer vorgeschädigten Achillessehne kann es auch beim Laufen zu einem Achillessehnenriss kommen. Häufiger sind jedoch Zerrungen und chronische Reizzustände der Achillessehne oder ihres Gleitgewebes (Achillodynie). Bei einer kompletten Achillessehnenruptur ist meistens eine Delle sicht- und tastbar. Betroffene können sich nicht mehr auf die Zehenspitzen stellen.

Überlastungsschmerzen der Achillessehne sind häufig. Eine Achsfehlstellung des Fußes/Sprunggelenks (Knick-Senkfuß), Überpronation beim Laufen (man knickt nach innen), falsches Schuhwerk, unebener Untergrund (v. a. Laufen im Sand), verkürzte Wadenmuskulatur, Beinlängendifferenz etc. können Ursachen für die Beschwerden sein.

Als Sammelbegriff für Schmerzen im Bereich der Achillessehne ist der Begriff Achillodynie gebräuchlich. Der Facharzt für Orthopädie klärt ab, ob eine ‘echte’ Entzündung der Achillessehne (Tendinopathie) entstanden ist oder ob sich das Sehnengleitgewebe (Peritendinitis achilleae) entzündet hat.

Teilrisse der Achillessehne kommen vor und können letztlich zur kompletten Ruptur führen. Weitere Möglichkeiten für Schmerzen im Bereich der Achillessehne sind Schleimbeutelentzündungen am Achillessehnenansatz. Oft entstehen solche Beschwerden nur durch Statikprobleme des gesamten Beins (Beinachse, Fußfehlstatik).

Eine Bewegungsanalyse kann hilfreich sein: Meist verbessern einfache Statikänderungen (z. B. Einlagenversorgung, Schuhwechsel, Ändern des Laufstils) das Wohlbefinden.


Ermüdungsbrüche (Stressfrakturen)

Zuviel Enthusiasmus beim Training kann zum jähen Ende im Laufsport führen: Die Ursache von Ermüdungsbrüchen ist immer ein Missverhältnis zwischen Belastung (hartes Training) und Belastbarkeit des Knochens. Solche Brüche kommen besonders häufig im Bereich der Mittelfußknochen vor. Sie können aber auch das Wadenbein (Fibula), das Schienbein (Tibia), den Schenkelhals oder das Becken (meist Schambeinast) betreffen. Bildgebende Verfahren (Röntgen, MRT) verraten Ihrem Facharzt, wo exakt der Bruch verläuft.


Schmerzen in der Hüfte

Im weiteren Sinne wird hier die Hüfte gleichgesetzt mit dem Becken. Betroffene quälen sich oft mit Sehnenansatzbeschwerden der Adduktorenmuskulatur oder der Abduktorenmuskulatur, die für das Abspreizen der Beine verantwortlich ist.

Belastungsabhängige Schmerzen und Druckschmerzen sind im Bereich des Hüftknochens (Tractus iliotibialis, der ‘Sprintermuskel’, der entlang des seitlichen Oberschenkels bis zum seitlichen Schienbeinkopf führt) auslösbar.

Wie bei der Kniegelenksarthrose kann auch eine Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) bei älteren Läufern zu Überlastungsschmerzen führen.


Rückenschmerzen

Die Wirbelsäule nimmt so manchem das Laufen übel. Wer eine schwach ausgebildete Rücken- und Bauchmuskulatur und eine verkürzte Hüftbeugemuskulatur hat, verkippt im Lauf das Becken nach vorne. Ausgeglichen wird dies durch eine vermehrte Lordose (Krümmung nach vorn) der Lendenwirbelsäule mit Überlastung der Bandscheiben und der kleinen Wirbelgelenke.

In gleicher Weise ergeht es dem gut trainierten Läufer bei muskulärer Ermüdung. Folgen können eine Facettenarthrose und Bandscheibenvorfälle besonders im Lendenwirbelsäulenbereich sein. Im Verlauf berichten dann viele Läufer über Muskel- bzw. Sehnenbeschwerden in den Beinen, die letztendlich auf Probleme in der Lendenwirbelsäule zurückzuführen sind. Wichtig ist hier eine eingehende klinische Untersuchung und die Nutzung der uns zu Verfügung stehenden bildgebenden Verfahren.

 


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