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Verletzungen im Handball

Großes Verletzungspotenzial auf kleinem Spielfeld

Schulterspezialist Dr. Lehmann über Verletzungen im Handball Handball ist ein Sport mit hohem Tempo auf einem vergleichsweise kleinen Spielfeld. Situationen ändern sich so blitzschnell wie die Tore fallen. Entsprechend hoch ist die Zahl akuter Verletzungen: Laut einer Studie der Ruhr-Universität Bochum aus 2011 werden durch Handball in Europa jährlich ca. 320.000 Verletzungen unterschiedlichster Art hervorgerufen.

Beim Handball kommt es häufig zu akuten Knie- und Sprunggelenkverletzungen sowie Verletzungen an Handgelenk, Daumen, Ellenbogen und der Schulter.

Die Bochumer Studie taxierte Knieverletzungen bei Männern mit 23 %. Es folgten Verletzungen der Hände (19,8 %), der Sprunggelenke (18,6 %) sowie des Kopfes (17,4 %). Schulterverletzungen machten hingegen nur 5 % aus. Bei den Frauen standen Knie- (31,7 %) sowie Sprunggelenkverletzungen (22,1 %) deutlich im Vordergrund, Kopf- (13,2 %) und Handverletzungen (19,6 %) waren etwas geringer ausgeprägt.


Je nach Studie sind akute Verletzungen beim Handball vorrangig

Häufig handelt es sich bei den Verletzungen um Prellungen, Distorsionen und Muskelverletzungen. Diese heilen zumeist konservativ aus, d. h. unter Physiotherapie. Bänderrisse und selbst Knochenbrüche sind allerdings keine Seltenheit. Diese Verletzungen haben zumeist einen operativen Eingriff zur Folge. Die Verletzungshäufigkeit liegt bei 13,5/1.000 Spielstunden bzw. bei 46 bis 82 % pro Spieler und Jahr.

Überlastungsschäden entstehen vor allem im Bereich der Schulter. Kein Wunder: Im professionellen Handball kalkuliert man mit etwa 48.000 Wurfbewegungen pro Jahr und Wurfgeschwindigkeiten von mehr als 100 km/h.

Häufig treten auch Kontakttraumen durch Griffe in den Wurfarm auf. Mikrotraumatische Schulterinstabilitäten sowie Schäden von Gelenklippe (Labrum), Knorpel incl. der wichtigen Sehnen der Rotatorenmanschette sind die Folge.

Nicht rechtzeitig erkannt und kompetent konservativ behandelt, sind operative Eingriffe die notwendige therapeutische Konsequenz. Umso wichtiger ist ein intensives Präventionstraining, das sowohl gezieltes Krafttraining für die stabilisierenden Muskelgruppen beinhaltet, in gleichem Maße jedoch ein koordinatives Reaktionstraining in den Sportleralltag integriert.


Koordinationstraining ist für Schulter und untere Extremität (Sprunggelenk und Knie) notwendig

Im Handball erfordert der belastende Einbeinstand die optimale Stabilisierung der Rumpf-Becken-Region. Die unzureichende Stabilität z. B. durch muskuläre Dysbalancen kann neben Verletzungen auch zur Überlastung bestimmter Muskelgruppen führen.

Die Folge sind Beschwerden der Bauch- und Oberschenkelmuskulatur sowie Beschwerden im Bereich der Leistenregion. Eine schlecht ausgeprägte Rückenmuskulatur kann darüber hinaus zu Blockaden Anlass geben.


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